In jeder Ausgabe des «Schweizerzeit»-Magazins empfiehlt Ihnen unser Büchertisch eine Auswahl brisanter Neuerscheinungen, Bestseller und Hörbücher.

«Schweizerzeit»-Büchertisch vom Freitag, 13. April 2018

 

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Fremde GötterFremde Götter

Religion in der Migrationsgesellschaft

Peter J. Brenner

Mit der Masseneinwanderung gelangen zuvor hierzulande kaum in Erscheinung getretene neue Religionen unerwartet in den Mittelpunkt. Konflikte sind vorprogrammiert. Leisetreterei der Hauptschuldigen an der unkontrollierten Masseneinwanderung beseitigen diese Konflikte nicht – im Gegenteil: Sie schaffen weiteren Appetit nach machtbewusster Selbstinszenierung neuer, täglich «Nachschub» erhaltender religiöser Gruppen und Anschauungen. Höchste Zeit, sich mit den Tatsachen und Folgen der Einwanderung neuer Religionen im Schlepptau der unkontrollierten Massenimmigration fundiert auseinanderzusetzen.

Manuscriptum/Tumult, Waltrop/Berlin 2017, 195 S., brosch., Fr. 27.–

 

Der Dreissigjährige Krieg

Der Dreissigjährige Krieg

Europäische Katastrophe, deutsches Trauma, 1618 – 1648

Herfried Münkler

Das zweifellos beste historische Werk der letzten Jahre – von bedeutender Aussagekraft weit über die darin beschriebene Epoche des das Deutsche Reich als eigentliche Katastrophe heimsuchenden Dreissigjährigen Krieges hinaus. Interessant sind auch Münklers vergleichende Darlegungen: Der Dreissigjährige Krieg geriet ausser Kontrolle, weshalb er, angesichts des allgemeinen Autoritätszerfalls, selbst Jahre nach gefallenen Entscheidungen kaum mehr einzudämmen war. Vergleichbares spielt sich heute in Nahost ab. Wiederholt sich das Grauen, das Europa im Dreissigjährigen Krieg heimgesucht hat?

Rowohlt, Berlin 2017, 975 S., geb., ill., Fr. 54.50

 

Ein Bild von Lydia

Ein Bild von Lydia

Roman

Lukas Hartmann

Ein interessanter, den Leser fesselnder Versuch, sich einer der faszinierendsten, aber auch umstrittensten Frauen in der Schweiz des 19. Jahrhunderts anzunähern: Lydia Welti-Escher war die Tochter des Eisenbahnkönigs Alfred Escher. Gleichzeitig war sie die Gattin des überaus ehrgeizigen Bundesrats Welti. Zur Kultur weit innigere Beziehung zu spüren und zu pflegen als zur durchtriebenen Machtpolitik ihres Gatten, verfiel Lydia Welti-Escher in stürmischer Liebe dem Künstler Karl Stauffer-Bern – was in der Folge ihre eigene Existenz regelrecht zerstörte. Lukas Hartmann ist zu dieser Frau ein bewegendes und fesselndes Lebensbild gelungen.

Diogenes, Zürich 2018, 356 S., geb., Fr. 32.–

 

Im eigenen Namen, in eigener VerantwortungIm eigenen Namen, in eigener Verantwortung

Eine katholische Antwort auf den Pluralismus

Martin Grichting

Eine keineswegs nur für Katholiken interessante, fundiert erarbeitete Auseinandersetzung mit dem zeitlos aktuellen Thema Kirche und Politik: Politisierende Kirchen und Geistliche leeren ziemlich rasch die Gotteshäuser. Aber Geistliche haben – ohne persönliche Stellungnahmen zu Sachfragen als verbindlich zu predigen – alle Menschen, auch alle Politiker stets zu ermahnen und daran zu erinnern, dass Entscheidungen auch vor dem christlichen Gewissen verantwortet werden müssen. Das Büchlein vermittelt Martin Grichtings zeitgemässe Antwort auf eine die Kirche seit Jahrzehnten bewegende Streitfrage.

Fontis/Brunnen, Basel 2018, 59 S., brosch., Fr. 10.80

 

Auf der Suche nach der WahrheitAuf der Suche nach der Wahrheit

Autobiographie

Hans-Werner Sinn

Keiner hat die Konsequenzen der sträflichen Überschuldung in der Europäischen Union sorgfältiger eruiert und prägnanter präsentiert und kommentiert als Professor Hans-Werner Sinn. Nachdem er die Zuschauer in vielen TV-Sendungen aufgrund seiner konsequenten Sachlichkeit und seiner präzisen Schilderung des Geschehenden überzeugt hat, legt er – vor zwei Jahren als Leiter des Münchner Ifo-Wirtschaftsinstituts zurückgetreten – in seiner Autobiographie nunmehr seine Überzeugungen vor, die sein Handeln bestimmt haben und noch immer bestimmen.

Herder, Freiburg/Br. 2018, 672 S., geb., ill., Fr. 40.40

 

Deutschland ausser Rand und Band

Deutschland ausser Rand und Band

Zwischen Werteverfall, Political (In)Correctness und illegaler Migration

Petra Paulsen

Das stärkste EU-Land benötigte ein halbes Jahr, bis aus Wahlverlierern eine einigermassen funktionsfähige Regierung mehr schlecht als recht zusammengeschustert werden konnte. Deutschland – und Europa – stehen vor ungewissen Zeiten. Dies auch darum, weil politische Entscheidungen von der Classe politique übergangen, ja diffamiert werden. Solches ist im Zeitalter der von unkontrollierter, zumeist illegaler Masseneinwanderung heimgesuchten Länder Westeuropas brandgefährlich – keineswegs nur für Deutschland.

Macht steuert Wissen, Mühlenbecker Land 2018, 254 S., geb., Fr. 31.40

14.03.2018 | 944019 Aufrufe