Tagesschau, 14. Mai 2018: SRF «informiert» völlig einseitig über die gewalttätigen Demonstrationen am Grenzzaun zwischen Gaza und Israel. Minutenlang wird über «brutale israelische Gewalt» und über die «Verzweiflung» der Palästinenser berichtet. Die israelische Seite kommt nicht zu Wort.

Kommentar «Spalte rechts», Ausgabe vom 1. Juni 2018

Schuld sei, so wird mehrmals betont, die «Blockade» Gazas durch Israel. Kein Wort darüber, dass die Terrororganisation Hamas den Gazastreifen fest im Griff hat, dass seit Jahren tausende von Raketen aus Verstecken in Schulen, Kindergärten und Spitälern auf Israel abgefeuert werden und dass viele Hamas-Kämpfer und jugendliche Palästinenser sich hinter Kindern und Frauen versteckten und mit Molotowcocktails und Wurfgeschossen versuchten, den Grenzzaun zu durchbrechen.

Kein Wort darüber, dass es in israelischen Dörfern nahe am Grenzzaun zweifellos zu Brandschatzungen und zu einem Gemetzel an der Bevölkerung gekommen wäre, wenn die israelische Armee die Angreifer nicht energisch abgewehrt hätte.

Kein Wort davon, dass Israel immer wieder Öl, Wasser, Zement, Baumaterial und anderes nach Gaza liefert – dass mit dem Zement aber oft geheime Tunnels gebaut werden, um Waffen zu schmuggeln und Terroristen nach Israel zu schicken.

Kein Wort davon, dass die Angehörigen von palästinensischen «Märtyrern», die Israelis ermordet haben, von der Autonomiebehörde unter Präsident Mahmud Abbas hohe Unterstützungszahlungen bekommen und dass an palästinensischen Schulen, die von der UNO finanziert werden, die Konterfeis solcher «Märtyrer» prangen, die als Helden verehrt werden.

«10 vor 10», 16. Mai: Das gleiche Lied – zusätzlich gesteigert durch ein unsägliches, einseitiges «Interview» einer überforderten Susanne Wille mit dem israelischen Botschafter. Die wiederholte Kritik Willes gegen Israels angeblich «unverhältnismässige» Reaktion gipfelt in der Anklage: «Israel tötet Kinder und nimmt ihren Tod als ‹Kollateralschaden› bewusst in Kauf.»

Zynischer geht es nicht mehr. Ausgewogene, sachgerechte Information sieht anders aus.

Hans Fehr

31.05.2018 | 647 Aufrufe