Immer wieder wird den Gegnern der heutigen übermässigen Zuwanderung unterstellt, sie seien ausländerfeindlich. Selbstverständlich ist es für Leute, die noch in einer Zeit aufgewachsen sind, in der reines Schweizerdeutsch vorherrschend war, befremdend, in der Öffentlichkeit ständig mit Leuten umgeben zu sein, welche eine Fremdsprache oder einen Slang sprechen. Das ist aber für die Mehrheit der Zuwanderungsskeptiker keineswegs das Hauptargument gegen die masslose Zuwanderung. Es ist das rapide absolute Wachstum der Bevölkerung in der Schweiz, welches in Frage gestellt wird.

Ist diese Entwicklung für unser Land längerfristig tragbar bezüglich Landverbrauch, Verdichtung, Infrastrukturkosten, öffentliche Finanzen, aber auch wirtschaftlich, zum Beispiel bei einer grösseren Wirtschaftskrise? Die «Zuwanderungsbremser» einfach nur in die Schandecke der Ausländerfeinde und Überfremdungsgegner zu stellen, ist zwar politisch wirksam, wird aber ihren Begründungen nicht gerecht.

Dass die höher Ausgebildeten weniger Vorbehalte gegenüber der ausländischen Bevölkerung haben als der Rest der Bevölkerung, ist nachvollziehbar, da viele Ausländerinnen und Ausländer für diese Leute willkommene zudienende Funktionen erfüllen und sich die Höhergestellten auch wohnmässig absondern können.

Alex Schneider,
Küttigen AG

 

14.01.2014 | 1956 Aufrufe