Vom 7. Oktober bis 7. Dezember 1944 leisteten die Wehrmänner vom Infanterie Regiment 23 , das waren Truppen aus dem Kanton Aargau, Aktivdienst in der Stadt Basel. Auf Befehl der Armeeführung trugen die Soldaten die Handfeuerwaffen mit der Munition (48 Schuss) ständig mit sich, auch wenn sie dienstfrei, also im Ausgang waren. Die Truppen arbeiteten diszipliniert und ohne Unfälle. Die Bevölkerung schätzte das soldatische stramme Verhalten in ihrem Wohngebiet.

Wir erinnern uns auch an die Zeit der Flugzeugentführungen. Innert 2 bis 3 Stunden konnte ein Regiment blitzmobilisiert werden zur Flugplatzsicherung.  Unterliegen die Befürworter der Waffeninitiative einer gedankenlosen Sinnestäuschung, die Schweiz könne fatalistisch verteidigt werden?  Wir altgedienten Wehrmänner fragen uns, ist der Grossteil unseres Volkes dermassen verwahrlost, dass der Armee der Waffenbesitz verwehrt werden muss?

Leserbrief von
Paul Tschamper, Jahrgang 1923, Zofingen AG

12.01.2011 | 1261 Aufrufe