Der Euro werde eine stabile Währung. Jedes Land, das die Haushaltskriterien nicht erfüllt, hat mit Bussen in Milliardenhöhe zu rechnen. Kein EU-Land werde für die Schulden anderer EU-Länder haften müssen.
 
Mit solchen Vorschuss-Lorbeeren wurde vor zehn Jahren der Euro eingeführt. Übrig geblieben ist eine gigantische Schuldenkrise. Selbsternannte EU-Experten – an denen wahrlich kein Mangel besteht – eilen von Gipfel zu Gipfel, um den Euro zu retten. Allerdings ohne zu erkennen, dass der Euro eine strukturelle Fehlkonstruktion ist, die auf kollektivem Wunschdenken basiert. Untaugliches Flickwerk und horrende Kosten sind deshalb zwangsläufig die einzigen Resultate solcher pompös inszenierter Gipfel, Konferenzen und Treffen. 
 
Die involvierten Experten tragen keinerlei Verantwortung, beziehen aber Saläre, die in keinem Verhältnis zu den von ihnen erbrachten Leistungen stehen. In der Privatwirtschaft hätte man solche Leute schon längst entlassen.
 
Otto Weiersmüller,
Uetikon am See ZH
14.09.2012 | 1417 Aufrufe