Wenn der Ausländeranteil fünf Prozent übersteige, gehe die Individualität der Schweiz verloren, erklärte der Bundesrat in den Fünfzigerjahren. Ohne Erfolg wollte später der sozialdemokratische Bundesrat Tschudi die weiter ansteigende «Überfremdung» auf zehn Prozent limitieren, was auch anschliessend dem freisinnigen Nationalrat Philipp Müller bei 18 Prozent nicht gelang. Und jetzt bei 23 Prozent Ausländeranteil will die SVP mit griffigen Regulierungs- und Dosierungsmassnahmen das Problem endlich in Griff bekommen.

Wenn die Wirtschaft das Gesamtinteresse von Volk und Land im Auge hat, muss sie die Umtriebe, welche Kontingentierungs-Massnahmen mit sich bringen, in Kauf nehmen. Die Erhaltung schweizerischer Eigenständigkeit – Wohlfahrt, statt nur Wohlstand – ist doch etwas Mühe wert! Weil wir grössere Kunden als Lieferanten der EU sind und die EU wohl mehr als wir an den Bilateralen Verträgen interessiert ist, wird sie zu Verhandlungen bereit sein, das Problem der Personenfreizügigkeit zu lösen, welches ja auch in der EU aktuell ist. Darum ist Mass zu halten bei der Einwanderung und bei der Volksinitiative «Gegen Masseneinwanderung» ein Ja in die Urne zu legen.

Emil Rahm,
Hallau

 

30.01.2014 | 3216 Aufrufe