Ähnlich wie seinerzeit nach Hitlers Machtantritt eine beachtliche Zahl von Schweizern unsere weitere Unabhängigkeit in Zweifel zog und sich als «Fröntler» offen für einen Anschluss an Nazi-Deutschland eintrat, so plädiert heute eine vorwiegend links politisierende Minderheit für einen Anschluss an die EU.

Bei der SP wurde diese Forderung schon vor Jahren zu einem Teil ihres Parteiprogramms, und nach einem kürzlichen – wohl nicht ganz ernst gemeinten – Rückzieher fordern nun weiterhin Exponenten dieser Partei in aller Form unseren Beitritt zur krisengeschüttelten EU, wobei sich Nationalrat Cédric Wermuth besonders gerne als deren Wortführer in Szene setzt.

Wohl sucht uns die EU derzeit «weichzuklopfen», doch dürfen wir uns von deren Drohgebärden nicht einschüchtern lassen, so wenig wir dies taten als der Nazi-Propagandaminister Joseph Göbbels an Pfingsten 1940 verkündete, in 48 Stunden werde es keinen neutralen Staat mehr geben. Als Antwort darauf wurde damals die Armee in die höchste Alarmstufe versetzt. Eine solche entschiedene Abwehrhaltung muss auch heute unsere klare Antwort an das Brüsseler Machtgebilde sein. Unter gar keinen Umständen darf uns dabei die Drohung allfälliger wirtschaftlicher Benachteiligungen in Angst und Kleinmut versetzen.

Traugott Voegeli-Tschirky,
Leibstadt AG

26.04.2012 | 1484 Aufrufe