Vielleicht haben Sie sich nach der Nomination der Heilsarmee am Eurovisionsongcontest (EVS) auch ungläubig die Augen gerieben? Man hätte meinen können, für Schwule und Lesben gehe gleich die Welt unter. Boykott-Aufrufe, Vorwürfe, die von homophob über intolerant bis zu christlich-fundamentalistisch reichten, fanden ihren Weg in die Schlagzeilen.

Nachdem erreicht wurde, dass ein Auftritt nur mit Namensänderung und Verzicht auf Uniformen realisiert werden könnte, wurde es etwas ruhiger. Dass der Contest vor allem bei gleichgeschlechtlichen sehr beliebt ist, war schon im Vorfeld klar. Trotzdem beschäftigt mich weiterhin stark eine Frage: Sind nicht gerade jene Kreise, die immer am lautesten Respekt und Toleranz predigen, die Intoleranten? Ist es eigentlich nicht umgekehrt, dass Homosexuelle sämtliche Freiheiten geniessen, während Freikirchen geringeschätzt und mit dem schwerlastenden Begriff intolerant gebrandmarkt werden?

Die Heilsarmee, welche sich in vielfältiger Weise, aufopfernd den Bedürftigen und Notleidendenden dieser Gesellschaft annimmt, hat es nicht verdient derart kritisiert zu werden. Nicht ganz unerwartet tun unsere nicht ganz neutralen Medien das, was sie diesbezüglich am besten können: Sie schweigen.

Matthias Maag,
Junge SVP, Bülach

14.01.2013 | 1229 Aufrufe