Vier Jahre sind es her, seit man unsere gut frequentierte Poststelle «Gellert Basel 20» aufgehoben hat. In unseren dicht bevölkerten Quartieren Gellert, Lehenmatt und Breite ist es nicht einmal mehr möglich, Bargeldeinzahlungen zu machen. Auch die nächstgelegenen vollwertigen Poststellen Birsfelden und Elisabethenpost stehen ab 2020 auf der Abschussliste. Dass die Post mit ihrer Ausdünnungstaktik Politik betreibt und bargeldlosen Zahlungsverkehr forcieren will, ist offensichtlich. Über diese Frage müsste es eine landesweit lancierte Diskussion mit anschliessender Volksabstimmung geben.

In den Geschäften mit Post-Agenturen bezahlen viele Kunden auch mit Bargeld. Weshalb sollen denn Bareinzahlungen mit Einzahlungsscheinen am improvisierten Postschalter nicht möglich sein? Wenn Bareinzahlungen angeblich nur noch von einer «Minderheit» getätigt werden, würden ja die Post-Agenturen auch nicht mit allzu viel Bargeld «belastet». Lassen wir uns nicht mit faulen Ausreden abspeisen!

Marcus Stoercklé jun., Basel

22.03.2018 | 4502 Aufrufe