Bereits vor über zwei Jahren wurde auf dem Basler Claraplatz Werbung mit Standaktionen toleriert. Es wurden extremistische islamische Gratis-Broschüren und Bücher «Lies» mit Aufrufen zu Gewalt gegen «Ungläubige» unter die Leute gebracht.

In Interviews meinte der Grüne Basler Stadtpräsident Guy Morin lediglich, er habe das Gefühl, dass sich die Exponenten von selber zurückziehen und mit den Verteilaktionen aufhören, wenn sie merken, dass das Publikum achtlos und ohne Interesse daran vorbeigeht.

Woran der Arzt und Stadtpräsident allerdings nicht dachte, ist die Tatsache, dass es unter den Passanten eben auch Jugendliche und junge Erwachsene gibt, deren politisch-religiöses «Immunsystem» noch nicht so ausgeprägt und standfest ist, dass sie fähig sind, jegliche islamistische, anderen Religionen gegenüber intolerante Anmache klar abzuweisen. Dies wird von vielen Baslern nicht einfach vergessen. Manche fühlten sich ohnmächtig und von den Behörden alleine gelassen, weil auch das Justiz- und Polizeidepartement, ausser stillem Tolerieren, keine Gegenmassnahmen (Verbot) ergriff.

Marcus Stoercklé jun., Basel

13.10.2016 | 4587 Aufrufe