In früheren Jahrzehnten galt folgendes: Wer «bauert», ist ein Bauer und erhält als solcher Direktzahlungen. «Nein!», interveniert der heutige Bundesrat getreu mittelalterlichem Zunftdenken. Nur wer eine Bauernlehre durchlaufen hat und nach den vom Bundesrat festgelegten, engen Normen arbeitet, darf an die Futternäpfe.

Da sieht man sich unweigerlich an den missratenen Versuch der einstigen Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf zurückerinnert, welcher Grossmüttern und Tanten jegliche Kompetenz zum Hüten ihrer Enkelkinder absprach – es sei denn, sie würden einen zusätzlichen Kurs mit anschliessendem Diplom absolvieren.

Der Bundesrat wäre um einiges glaubwürdiger, wäre er in dieser Beziehung Vorbild. Doch dem ist leider bei weitem nicht so. Die heutige Finanzministerin Widmer-Schlumpf ist als juristisch ausgebildete Frau ohne einen Tag Bankerfahrung in ihrem Ressort hoffnungslos überfordert und verfolgt eine sozialistische Stossrichtung. Ebenso die gelernte Konzert-Pianistin Simonetta Sommaruga, die als Justizministerin funktionieren soll.

Aber da wären auch die Wahlbehörde, also die Vereinigte Bundesversammlung sowie die Parteien in der Pflicht, die seit Jahr und Tag auf Fachkompetenzen pfeifen. Hauptsache, die Anwärter politisieren aalglatt in ihrer entsprechenden Partei am linken Rand und für den Beitritt zur EU-Schuldenunion.

Heinz Klaus,
Morissen GR

30.08.2012 | 1071 Aufrufe