Einwanderer, nicht Schweizer müssen sich anpassen!

Wenn ihr hier nicht glücklich seid, dann geht!
von Hermann Lei, Kantonsrat, Frauenfeld TG

Dies ist eine angepasste und ergänzte Version einer Rede, welche der frühere australische Premier John Howard anlässlich der Rede zum Jahrestag der Bali-Attentate gehalten haben soll, ergänzt unter anderem durch eigene Worte sowie Zitate von Thilo Sarazzin, Angela Merkel, Jan Fleischhauer und dem türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül. Es ist ein Aufruf an die Einwanderer, sich anzupassen – oder das Land zu verlassen.

Nutzt Eure Chancen!
Viele Ausländer fordern mehr Integration durch die Schweizer. Nun, ich kann mir kaum ein Land vorstellen, das einem Ausländer mehr Integrationsmöglichkeiten und mehr Lebenschancen bietet als die Schweiz. Ihr erhaltet vom Kindergarten bis zur Doktorarbeit fast kostenlose Ausbildung, kostenlose oder sehr preiswerte Sprachkurse, gesundheitliche Vollversorgung und, wenn ihr euch etwas Mühe gebt, auch Arbeit. Man muss die ausgestreckte Hand nur ergreifen und schon ist man Teil der Gesellschaft. Ihr habt euer Land verlassen, weil ihr hier eine bessere Zukunft sucht. Ihr könnt Vertrauen haben zu diesem Land. Wir geben euch alle Möglichkeiten.

Seid strebsam!
Tatsächlich ist die Schweiz eines der fremdenfreundlichsten Länder der Welt. Wir haben uns entschlossen, bei der Vergabe von Sozialleistungen grosszügig darüber hinwegzusehen, ob einer hier geboren ist oder nicht. Schon der Status «geduldet» ist mit Rechten verbunden, die andernorts erst die Staatsbürgerschaft oder eine lange Arbeitshistorie mit sich bringt. Ist es da vermessen, zu erwarten, dass diese Grosszügigkeit mit besonderem Ehrgeiz belohnt wird, dass Menschen, die das Wagnis eingehen, ihr Heil in der Fremde zu suchen, besonders einfallsreich und strebsam sind? Nein. Und dennoch: Wir lassen uns einreden, wir seien fremdenfeindlich und dürften euch daher nicht so klar sagen, was wir von euch erwarten.

Integriert Euch!
Aber: Als Ausländer in einem fremden Land werdet ihr nicht integriert, sondern ihr müsst euch integrieren. Integration ist eine Leistung dessen, der hierher kommt. Das gilt für euch und eure Kinder. Wenn ihr in der Schweiz leben, wenn ihr hier Kinder aufziehen wollt, dann erwarten wir auch, dass ihr diesen Kindern unsere Werte und unsere Kultur beibringt. Jemanden, der nichts tut, muss ich auch nicht anerkennen. Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt und für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt. Wenn ihr euch nicht in dieses Land einfügen wollt so versucht es anderswo!  

Lernt unsere Sprache!
Wir können es nicht verstehen, wenn ihr trotz teils jahrelanger Anwesenheit unsere Sprache nicht sprechen wollt. Ist das nicht eine Geringschätzung des Landes – das bereit ist, euch alles zu geben, wenn ihr nur wollt – und seiner Kultur? Unsere Kultur ist über Jahrhunderte gewachsen, geprägt von Gefechten, Prozessen und Siegen von Frauen und Männern, die alle nur Frieden gesucht und gewollt haben. Wir sprechen Deutsch, Italienisch und Französisch, nicht Serbisch, Türkisch, Rumänisch oder andere Sprachen. Ihr habt daher keinen Anspruch darauf, dass wir eure Sprache lernen. Nur wenn ihr euch mit uns verständigen könnt, und zwar fliessend und ohne Akzent, könnt ihr Teil unserer Gesellschaft werden. Deswegen, wenn ihr Teil unseres Landes werden wollt … lernt unsere Sprache!

Respektiert unsere Demokratie!
Die Schweizer haben in Jahrhunderten dieses Land aufgebaut. Mit Mut, Glück, Schweiss, Blut und Tränen haben unsere Vorfahren uns ein reiches, freies und glückliches Land hinterlassen, ein so schönes Land, dass sich jährlich Hunderttausende von euch hier niederlassen wollen. Zu Recht sind wir auch stolz auf unsere direkte Demokratie, die einzigartigen Volksrechte. Bei uns bestimmt der Bürger, ob er Waffen tragen will, welche religiösen Bauwerke gebaut werden und wer das Land verlassen muss, wenn er Gewalt gegen seine Einwohner verübt hat. Und der Bürger bestimmt, wen er in den Kreis der Bürger aufnehmen will. Wenn ihr das nicht ohne wenn und aber akzeptieren wollt, dann seid ihr frei, eure Bürgerrechte in einem Land eurer Wahl auszuüben. Ich habe es satt, dass unser Land sich ständig Sorgen machen muss, ob es einige Individuen oder deren Land beleidigt. Wenn ihr also glaubt, ihr würdet hier diskriminiert dann sucht euch ein Land wo ihr zufriedener seid!

Anstand
Unser Land ist arm. Keine Bodenschätze, keine fruchtbaren riesigen Ackerflächen, kein Meer schenkt uns Wohlstand und Sicherheit. Der Erfolg unseres Landes besteht deshalb darin, dass der überwiegende Teil seiner Bewohner fleissig, sparsam und anständig ist. Jeder hat für sich selbst zu sorgen. Und nur wenn es gar nicht mehr anders geht, bitten wir um Unterstützung, eine Unterstützung die auch gerne gewährt wird, wenn wir wissen, dass sie notwendig ist. Und weil das so ist, gibt es noch weniger als irgendwo sonst einen Grund, zu stehlen, zu betrügen oder auf sonstige Art das Gesetz zu brechen. Wenn ihr also nur in unser Land kommt, um Unterstützung zu ergattern, wenn ihr unsere Sozialwerke missbraucht, unsere Lehrer verspottet und unsere Gefängnisse füllt, so ist es nur recht und billig, dass wir sagen: Das wollen wir nicht, ihr müsst gehen!

Akzeptiert unseren Glauben!
Die meisten Schweizer glauben an Gott. Es sind nicht einige wenige Christen, es ist kein politisch rechter Flügel, es ist kein politisch motivierter Zwang, nein – es ist eine Tatsache, denn christliche Frauen und Männer, mit christlichen Prinzipien, haben dieses Land aufgebaut. Und es ist sicherlich angemessen, dies an den Wänden unserer Schulen zum Ausdruck zu bringen. Und wenn wir in der Schweiz nicht mehr «Grüess Gott» sagen dürfen, gibt es nur eine Alternative: Wem dieses «Grüess Gott» nicht gefällt, der muss es nicht sagen, aber wen es stört, dass Schweizer untereinander «Grüess Gott» sagen, der hat das Recht, die Schweiz zu verlassen und sich in einem anderen Land niederzulassen. Wenn Gott euch beleidigt, dann schlage ich euch vor, einen anderen Teil dieser Welt als eure neue Heimat zu betrachten, denn Gott ist Teil unserer Kultur. Wir werden eure Glaubensrichtungen akzeptieren und werden sie nicht in Frage stellen. Alles was wir verlangen ist, dass ihr unseren Glauben akzeptiert und in Harmonie, Friede und Freude mit uns lebt. Dies ist unsere Nation, unser Land und unser Lebensstil, und wir räumen euch jede Möglichkeit ein, all diese Errungenschaften mit uns zu geniessen und zu teilen.

Akzeptiert das Land, oder verlasst es!
Aber wenn ihr euch ständig beschwert, Mitleid sucht, unsere Fahnen verbrennt, unseren Glauben verurteilt, unsere christlichen Werte missachtet, unseren Lebensstil verurteilt, dann ermutige ich euch, einen weiteren Vorteil unserer grossartigen schweizerischen Demokratie und Gesellschaft zu nutzen: Dem Recht, das Land zu verlassen! Wenn ihr hier nicht glücklich seid, dann geht! Wir haben euch nicht gezwungen hierher zu kommen. Ihr habt gebeten, hier sein zu dürfen.

Also akzeptiert das Land, das euch akzeptiert hat. Akzeptiert es, oder verlasst das Land.

Hermann Lei

 

 

22.02.2011 | 3693 Aufrufe