Schutz vor Waffengewalt wollen wir alle.

Mit dem verlangten Bedürfnisnachweis zielt die Initiative darauf ab, den privaten Waffenbesitz der Bürger gänzlich abzuschaffen, jedenfalls bei denen, die sich an das Gesetz halten. Ob aber das simple und auf den ersten Blick vernünftig scheinende Rezept: „weniger Waffen gleich mehr Sicherheit“ hilfreich sein wird, ist zu bezweifeln. Jedenfalls greift man in ein komplexes eingespieltes System ein, das vom Verhalten der Menschen bestimmt ist und sich nicht ungestraft stören lassen wird. Die Initianten müssen sich fragen lassen, ob sie sich darüber überhaupt vertieft Gedanken gemacht haben. Entsprechende Studien sind wo? Warum haben wir im internationalen Vergleich trotz einer grossen Zahl von Waffen so wenig Missbrauchsfälle?  Haben wir uns so an letzteres gewöhnt,  dass man jetzt ans  Einziehen der zum Schutz und zur eventuellen Verteidigung angeschafften Waffen denkt?  Oder sind sich die Initianten ihrer Sache doch nicht so ganz sicher, dass sie als Argument die mit einem Feuerwaffenverbot sowieso nicht beeinflussbare Suizidrate in den Vordergrund stellen?

 Es gibt einen menschlichen Ur-Instinkt, sich gegen mögliche Angriffe zu wehren. Weil die Initiative die illegalen Waffen nicht aus der Welt schaffen wird, sollte jeder die Freiheit haben, sich im konkreten Fall verteidigen zu können.

Unsere legalen Waffen haben eine abschreckende Wirkung gegen Uebergriffe. Diese fällt aber weg, wenn Kriminelle zum vornherein annehmen können, dass sich das Opfer nicht wehren kann. Darum haben wohl in Grossbritannien die Uebergriffe mit Feuerwaffen um ca. 40% zugenommen, nachdem die Bürger entwaffnet worden sind.

Langfristige Auswirkungen, die zu bedenken sind: Kann die nachkommende Generation noch zu einem rechten und freiheitlichen Umgang mit Waffen erzogen werden, wenn es keine verantwortungsbewussten Waffenbesitzer als Vorbilder mehr gibt, sie nie eine Waffe in Händen halten oder lernen kann damit umzugehen, aber anderseits durch die Medien fast ständig den Missbrauch demonstriert bekommt. Eine derartige Unterdrückung der Freiheit würde eine ungesunde Gier fördern und schlussendlich zu keinem guten Ende führen.

Fazit: Weil die Initiative die illegalen Waffen nicht abschaffen kann, ist der versprochene Schutz nicht vorhanden.

Leserbrief von
Karl Bühler, Nussbaumen ZH

 

12.01.2011 | 1219 Aufrufe