Die Gegner der «No Billag»-Initiative tun so, als stünde bei deren Annahme der Weltuntergang bevor. Das ist Unsinn: Die SRG wird weiter bestehen, muss aber über die Bücher gehen. Von den 1,35 Milliarden Franken Zwangsgebühren gehen magere 8,5 Prozent an Privatsender, den «Rest» reisst sich die SRG unter den Nagel. Hätte das üppig verfügbare Geld Einfluss auf die Qualität, müsste die SRG mindestens achtmal besser sein als alle Privatsender zusammen. Von «Qualität» bei der SRG zu sprechen ist ohnehin gewagt in Anbetracht des banalen Geschwätzes, mit dem wir täglich vom Sender SRF1 eingedeckt werden.

Und es ist kaum übertrieben, von Verschwendung zu sprechen, wenn man bedenkt, dass bei der letzten Bundesratswahl 238 SRG-Mitarbeiter notwendig waren, um eine gut einstündige Sendung zu produzieren, während «Tele Züri» Vergleichbares mit vier Personen schaffte. Wer diese enorme Geldverschwendung verringern und damit die Gebühren senken will, stimmt der «No Billag»-Initiative am 4. März zu.

Mathias Reichmuth, Küssnacht a.R.

22.02.2018 | 2064 Aufrufe