Wenn es in ländlichen Gegenden üblich ist, dass die Einwohner sich gegenseitig grüssen, und dazu zählt auch mein Wohnort Leibstadt, dann erwarte ich auch von den Zugewanderten, seien es Männer oder Frauen, dass sie sich an diesen Brauch halten.

Der Gruss ist ein Ausdruck des Respekts, der gegenseitigen Achtung. Wir Schweizer betrachten unsere Mitbewohner nicht als unsere Gegner oder gar als feindliche Wesen. Deshalb gehört es auch dazu, dass wir uns beim Grüssen einen freundlichen Blick zuwerfen. Unter den Einwohnern soll ein Klima des Vertrauens herrschen und nicht des Misstrauens.

Ein Teil der Zugewanderten hat dies durchaus begriffen. Jedoch gibt es auch eine statthafte Zahl von Ausnahmen, die mit ihrem Verhalten eine Atmosphäre des Misstrauens unterstützen. Wer unser Gastrecht in Anspruch nimmt, hat sich auch den örtlichen Gepflogenheiten anzupassen. Dazu gehört eben auch das von gegenseitiger Achtung geprägte Grüssen. Wer dies nicht begreifen will, möge gefälligst in sein Herkunftsland zurückkehren.

Traugott Voegeli-Tschirky,
Leibstadt AG

28.08.2012 | 1000 Aufrufe