Gewiss, nachdem die CVP vor Kurzem die Familieninitiative der SVP – wohl aus parteipolitischem Kalkül – bekämpft hat, könnte man als überzeugter SVP-Wähler geneigt sein, nein zur CVP-Familieninitiative zu sagen.

Orientiert man sich stattdessen an den Werten, welche man hochhält, so ist die Familieninitiative, die im März zur Abstimmung kommt, zu unterstützen und zwar aus folgenden zwei Gründen:

Erstens ist die Familie der Ursprung im Schweizer Modell. Auf ihr basiert unsere erfolgreiche und anti-zentralistische Struktur, welche bewusst das verantwortungsvolle Handeln und Entscheiden auf den Ebenen Familie, Gemeinde, Kanton und Bund installiert hat. Die Familie stärken ist deshalb immer richtig, ist man vom föderalistischen Schweizer Modell überzeugt.

Zweitens sorgt die Annahme der Initiative dafür, dass Kinder- und Ausbildungszulagen steuerfrei werden. Sie bewirkt damit eine Verschiebung der Kaufkraft, weg vom Staat, hin zum Volk. In einer Zeit, in welcher der Staat unaufhörlich wächst, ist das wichtig. Immerhin sind in den letzten Jahren die Ausgaben der öffentlichen Hand fast doppelt so stark gestiegen wie das Bruttoinlandprodukt. Diesen Trend gilt es zu stoppen.

Aus diesen Gründen stimme ich der Familieninitiative zu.

Mario Cortesi,
Gemeinderat SVP Chur

 

11.02.2015 | 1185 Aufrufe