Die Schweiz hat dem Volkswillen entsprechend eine Milizarmee. Diese muss nach dem klaren Wortlaut der Bundesverfassung unser Land und seine Bevölkerung verteidigen können. Es wird folglich von uns Bürgersoldaten erwartet, dass wir im Ernstfall zum Schutz der Bevölkerung unsere Familie verlassen und unser Leben einsetzen würden. Sollte der Staat uns Soldaten vor diesem Hintergrund nicht wenigstens soviel Respekt entgegenbringen, dass man uns unsere persönliche Waffe anvertraut? Ist es richtig, sämtliche ehrbaren und verantwortungsbewussten Bürgersoldaten unter Generalverdacht zu stellen und zu kriminalisieren? Wäre es nicht sinnvoller, Kriminelle härter zu bestrafen statt diejenigen jungen Schweizer Bürger zu verunglimpfen, die heute noch Militärdienst leisten? Unser Staat vertraut einem 21-jährigen Kampftruppen-Zugführer die Verantwortung über Leben und Tod von über 40 Mann an. Gleichzeitig soll ihm die Verantwortung dafür abgesprochen werden, dass er seine Waffe in Ordnung aufbewahrt?

Als verantwortungsbewusster Bürgersoldat und Kommandant einer Aufklärungskompanie kann ich diese Fragen nur beantworten, indem ich Nein zur linken Entwaffnungsinitiative stimme!

Leserbrief von Christian Werner,
Olten SO

27.01.2011 | 1183 Aufrufe