Es ist interessant, wie auf dem Gebiet des Sportes dauerndes Trainieren angesagt ist. Getreu dem Motto: «Nur Übung macht den Meister». Von Spitzensportlern werden denn auch permanente Höchstleistungen gefordert. Wer diese nicht vollbringt, wird verhöhnt und in der Presse öffentlich fertig gemacht.

Genau das Gegenteil gilt heute in der Schulbildung: Nur ja nicht üben oder das Denken schulen! Diktate zur Verinnerlichung der Rechtschreibung oder Aufsätze zur Einübung schriftlich formulierter Gedankengänge werden vernachlässigt. Spielen ist Trumpf, Handwerkeln, sog. «Projektunterricht». Grammatik, logisches Überlegen, gleichsam als Vorschulung des abstrahierenden philosophischen Denkens zu erlernen, gilt selbst unter Deutschlehrern als qualvolle Selbstkasteiung.

Bloss nicht, lieber in freien Gesprächen herumblödeln und dergleichen mehr, vor allem «Brainstorming», da kann man drauf los schwatzen. Nivellierung hoch zwei!

Hans Vögtlin,
Baden AG

30.08.2012 | 1236 Aufrufe