Man erwartet Informationen und wird plötzlich konfrontiert mit einer Art Huldigung an «zehn Jahre Bergier-Bericht». Als bestünde Anlass, den umstrittenen, schlechtmachenden, tendenziösen Bericht nach zehn Jahren aufzuwärmen und nachträglich mit einem positiven Mäntelchen zu versehen.

Man erinnert sich an mit pseudowissenschaftlichem Anstrich versehene, historisch-helvetische Selbstbezichtigung und Besserwisserei. Die damalig Verantwortlichen, die sich heute vor den Besserwissern nicht mehr rechtfertigen können, und dazu auch keinen Grund hätten, hatten es immerhin geschafft, in einer für Europa katastrophalen Phase die Schweiz nahezu unversehrt über die sechs verheerenden Kriegsjahre zu bringen. Die einzigen Juden, die in Europa in Sicherheit überlebt haben und kein Deportation zu befürchten hatten, solange die Schweiz sich zur Wehr setzen würde, lebten in unserem Land, in der vom Bergier-Club viel geschmähten Schweiz.

Da kommt der zusätzliche Kurzauftritt der ehemaligen Fehlbesetzung im Bundesrat, Ruth Dreifuss als kulminativer Zynismus daher, mit der offensichtlichen Absicht: ein Schlag ins Gesicht des Bürgers, der ihre Rente bezahlt! Diese offenbar vom Kopf des von uns bezahlten «Staatsfernsehens» gesteuerte Provokation sollte sanktioniert werden. Es wäre an der Vorsteherin des UVEK in Bern, Bundesrätin Doris Leuthard hier korrigierend einzugreifen und vom Verantwortlichen, Roger De Weck eine öffentliche Entschuldigung zu verlangen!

Alexander Steinacher,
Thalwil ZH

29.03.2012 | 1340 Aufrufe