Im Internet habe ich gelesen, dass den Jusos das Verhältnis «1:12» nun doch etwas überrissen vorkomme und sie dringend Maler und Sprayer suchten, um schon aufgehängte Plakate mit «1:20» zu übermalen. Aber auch dies scheint schon wieder Schnee von gestern. Sie wollen es nun angeblich doch bei «1:12» belassen, aber das Thema wechseln. Die Lohn- soll in eine Steuerinitiative umgeformt werden mit ungefähr identischem Inhalt: «Derjenige, der am meisten Steuern zahlt, soll nicht mehr als das Zwölffache dessen bezahlen müssen, was derjenige bezahlt, der am wenigsten abliefern muss.»

Dafür sollen dann auch die unablässig steigenden, grosszügigen Leistungen an Sozialhilfebezüger besteuert werden. Die Jusos möchten damit offenbar dem Motto der SP «Weniger für alle» zum Durchbruch verhelfen. Steuer-Mindereinnahmen sollen kompensiert werden durch rigorose Sparmassnahmen im Asylbereich, in der Entwicklungshilfe, mit massivem Stellenabbau in der Bundesbürokratie, Absagen an EU-Kohäsionszahlungen und mit dem Abbau der Zehntausende von unnützen «Sozialhelferstellen» in der Verhätschelung von Kriminellen und Asylanten sowie der Entlassung von sogenannten «soziokulturellen Animatoren» in Schulen und Heimen.

Obige Fiktion ist vielleicht etwas plakativ dargestellt und allenfalls auch unausgereift, aber sie entspricht in ihrem arrogant fordernden Stil in etwa den pubertären Hirngespinsten der marxistisch angehauchten SP-Jungspunde, von denen die meisten als Gewerkschaftsfunktionäre oder «Sozialhelfer» sich noch nie in einem ernsthaften Wettbewerb bewähren mussten Auch ein Politologie-, Sozialwissenschafts- oder Psychologiestudium befähigt diese «Verstaatlichungsfanatiker» in keiner Weise zu beurteilen, was für ein Unheil sie in unserem Land mit ihrer Initiative heraufbeschwören könnten. Im Prinzip müsste man eine solch staatliche Lohnkontrolle in privaten Firmen als Witz abtun können, aber wenn (für mich manipulierte) Umfrageergebnisse über 50 Prozent Ja-Anteil voraussagen, so offenbart dies eine ungesunde Neidkultur in unserer Bevölkerung, gepaart mit grundlegenden ökonomischen Bildungsmängeln. Man denkt nicht über die eigene Nasenspitze hinaus und lebt in den Tag hinein nach dem Motto: «Vater Staat wird es schon richten.» Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich möglichst viele «einfache» Bürgerinnen und Bürger in diese Materie vertiefen und zur Besinnung kommen werden. Es darf doch nicht sein, dass wir als einziges Land in Europa Löhne privater Firmen durch den Staat kontrollieren lassen! Es wäre auch nicht EU-konform, und die Jusos streben ja bekanntlich in die EU!

Robert Nieth,
Walchwil ZG

10.10.2013 | 1382 Aufrufe