Als langjähriger Abonnent der «Schweizerzeit» verfolge ich die Beiträge, um richtig orientiert zu werden, auch jene von «Emilio». Leider hat er mich enttäuscht mit einer unüberlegten Bemerkung («Schweizerzeit» Nr. 21), indem er die politischen Entwicklungen in der Türkei und in Ungarn in einen Topf geworfen hat. Dieses kann ich so nicht stehen lassen.

Es trifft nicht einmal «teilweise» zu, dass in Ungarn die Gewaltentrennung in Gefahr sei, dass die Opposition und die freie Meinungsbildung verfolgt werde und die Menschenrechte verletzt würden. Die Regierung in Ungarn versucht nach der «sozialistischen Demokratie» eine bürgerliche Demokratie aufzubauen.

Die angestrebte bürgerliche Demokratie fusst auf drei Hautpfeilern, die in der Verfassung verankert sind: christlicher Glaube, Vaterland und Familie. Die Regierung fühlt sich zuerst für die Sicherheit und das Wohlergehen der eigenen Bevölkerung verantwortlich und weigert sich, Menschen mit unbekannter Herkunft und Identität aufzunehmen. Natürlich sind diese Bestrebungen in der EU vielen nicht genehm, und deshalb wird Ungarn oft mit nicht zutreffenden Vorwürfen bombardiert. Diesen tendenziösen Unsinn darf man nicht mitmachen. Ich freue mich, in der «Schweizerzeit» und von Emilio weiterhin Beiträge zu lesen, die den Tatsachen entsprechen und ausgewogen sind.

Dr. Laszlo Gyarmati, Benglen

29.11.2017 | 4651 Aufrufe