Der Tagesanzeiger vom 26.7.11 hinterlässt bei mir jedoch Kopfschütteln. Sollen alle Religions- und Islamkritiker nun mundtot gemacht werden? Darf man nicht mehr sagen, dass der Islam nur schwer mit einer freiheitlichen Rechtsordnung vereinbar ist? Muss man etwa nachbeten, was uns bestimmte Gutgläubige immer vorsagen: «Alle Religionen sind gleich wertvoll»? Darf man vielleicht sogar nicht mehr aus dem Koran zitieren ohne in eine rechte Ecke gedrängt zu werden?

Beispiele:

2. Sure, Vers 192:
«Tötet sie, wo ihr sie trefft, verjagt sie, von wo sie euch vertrieben; vertreiben istschlimmer als töten. Bekämpft sie, aber nicht in der Nähe heiliger Stätte; greifen sie euch aber dort an, erlegt sie auch da; dies sei das verdiente Schicksal der Ungläubigen.»

oder 2. Sure, Vers 194:
«Bekämpft sie, bis ihr Versuch aufgehört und Allahs Religion gesiegt hat.»

oder man lese 3. Sure, Vers 158 und 159:
«Und wenn ihr auch für die Religion Allahs getötet werdet oder sonst wie dabei sterbt, so sind Gnade und Barmherzigkeit Allahs besser als alle Schätze, die ihr hier sammelt; denn wenn ihr sterbt oder getötet werdet, so werdet ihr zu Allah versammelt.»

leider gibt es deren viele – zu viele!  (5. Sure, Verse 37 und 38, 8. Sure, Vers 13, 33. Sure, Verse 65 bis 69, …)

Ja darf man wegen der Gräuel in Oslo nun nicht mehr über den Islam und seine Auswirkungen auf unsere Gesellschaft diskutieren? Dann hätte das Verbrecher-Hirn sogar genau das Gegenteil bewirkt, was ihm eigentlich vorgeworfen wird. Dieser Tagesanzeiger-Artikel hat für mich leider schon mit Einschüchterei Unbequemer zu tun. 

Ralf Riedel,
Zürich

 

27.07.2011 | 1588 Aufrufe