Und Roger de Weck?

SP-Nationalrat Andreas Gross, als mediengehätschelter Armee-Abschaffer in Amt und Würden gehievt, ist ein Feind freier Medien und des freien Wortes. Die Demokratie, fordert er in einem angekündigten Vorstoss, müsse endlich reguliert werden. Politikern – sagt Gross, Liebling des linken Medienkuchens – sei jegliche finanzielle Beteiligung an sich in Privatbesitz befindenden Medien rundweg zu verbieten.

Würde solche Freiheits-Beraubung Tatsache, hätte die «Schweizerzeit» sofort zu verschwinden. Denn unter den «Schweizerzeit»-Aktionären finden sich nicht wenige aktive, ehemalige und kommende Politiker – Leute, denen Gross das Recht auf freies Eigentum untersagen will. Jedenfalls dann, wenn sie nicht zur Linken gehören.

Andreas Gross ist und bleibt bekanntlich der skrupelloseste Spesenabzocker unter der Bundeskuppel. Auf Steuerzahler-Kosten liess er sich, zusammengezählt, schon x-mal um den Erdball jetten – nicht in den billigsten Hotels absteigend. Was er dabei ausgibt (einige sagen auch: verschleudert), untersteht zu Bern allerhöchster und von allen Medienschaffenden peinlichst beachteter Geheimhaltungsstufe. Schliesslich werden linke Lieblinge von Medienschaffenden generell nie blossgestellt oder auch bloss «hinterfragt».

Eines scheint der seine Giftpfeile auf die Medienfreiheit richtende Andreas Gross übersehen zu haben: Die Tatsache, dass sich einer der einflussreichsten Medienverantwortlichen, SRG-Boss Roger de Weck, neuerdings in die Gilde der Bundeshaus-Lobbyisten einzureihen beliebt hat. Jeder Parlamentarier geniesst nämlich das Privileg, zwei Persönlichkeiten seiner Wahl – Mitarbeitern oder eben auch Lobbyisten – eine Karte für jederzeitigen freien Zugang zum Parlamentsgebäude zukommen zu lassen. Und unter diesen Kartenträgern mit freiem Zugang erscheint neuerdings auch der Name Roger de Wecks, des Chefs des sich faktisch einer Monopolstellung erfreuenden Schweizer Fernsehens und Radios.

Wer de Weck diese Eintrittskarte als Lobbyist verschafft hat? Man höre und staune: Roger de Weck ist registriert als Lobbyist der Widmer-Schlumpf-Partei BDP. Wie fallen, wenn man solches vernimmt, einem sofort unzählige Schuppen von den Augen…

Doch Andreas Gross, erbitterter Kämpfer gegen die Freiheit des Wortes auch für Bürgerliche, nimmt an solcher Verbandelung keinerlei Anstoss. Der Chef von Radio und Fernsehen Lobbyist der Fünf-Prozent-Partei mit Bundesratsanspruch? Nach Andreas Gross ist daran nichts anrüchig. Linke lassen Linke generell in Ruhe.

 

18.12.2011 | 2247 Aufrufe