Will oder sollte man den Befürwortern zur Waffeninitiative glauben, dass bei einem JA mit einem Schlag die Schweiz schusswaffenfrei sei, der träume nur weiter. Erstaunlich ist, dass solche Querschlägerei gegen fundamentiertes Schweizerisches immer wieder nur von den Linken und den selbsternannten Abschaffenden der Schweizer Armee unterstützt und gefordert wird.

Noch erstaunlicher ist, dass diese ehrenwerte Gesellschaft hinter jeder Armeeschusswaffe ein „fast“ auf sich selbst gezieltes persönliches Mordinstrument zu sehen glaubt und dabei vergisst, dass es die Schweiz geschafft hat, die beiden letzten Weltkriege praktisch ohne Wunden und Schrammen zu umgehen. Sei dies nun aus taktischen kriegerischen Gründen oder auch nur aus mehr als Glück geschehen, das sei dahin gestellt.

Der legendäre Karabiner sowie die berühmte alte Offizierspistole SIG 210 haben ausgedient. Geputzt, gepflegt und behütet, leisteten sie bei Bedarf immer wieder ihren jährlichen Dienst im WK, zum Obligatorischen, zu Schiesssportanlässen u.v.m. Auch das darauf folgende Sturmgewehr, das ehemalige wie das neue, gehörte bis heute immer zum Tabu jedes Schweizer Wehrmannes, heute auch Wehrfrau, und wird dies hoffentlich auch immer bleiben.

Ein brachiales Leid in unserem Dasein ist, dass sich leider immer wieder Menschen ihres Lebens überdrüssig sind und sich, gelinde gesagt, aus egoistischen und oder auch aus anderen schwerwiegenden persönlichen Gründen, selbst umbringen. Sind wir ehrlich, niemand kann dies verhindern. Aber sind wir noch ehrlicher, ist an jedem Suizid mit einer Schusswaffe letztlich nur dieses Instrument daran schuldig? Und vor allem, sind dies immer nur die Ordonanzwaffen? Hand aufs Herz und ohne Ingangsetzung der Tränendrüsen. Jeder Suizid ist einer zu viel.

Die Armeeschusswaffe daheim ist nicht für so etwas da. Sie gehört zu einer und vor allem zu der wichtigsten unseren Schweizerischen Traditionen. Gelingt es den Befürwortern dieser lauwarmen Initiative zu einem Ja an der Urne zu verhelfen, haben sie dabei das Wichtigste vergessen: .… und danach wie weiter? Die anständigen korrekten Schweizer Frauen und Mannen wurden abgestraft und haben verloren. Hingegen die Kriminellen, die sich sowieso einen Dreck um Gesetz, Recht und Ordnung scheren, haben dadurch gewonnen. Wollen wir das? Sie haben es in der Hand mit einem NEIN an der Urne am 13. Februar 2011.

Leserbrief von Joachim Kron,
Schönenwerd SO

 

24.01.2011 | 1257 Aufrufe