Es ist mir einfach unverständlich, wie ein von mir hochgeschätzter Nationalrat Christoph Mörgeli - neben anderen - sich dazu bewegen lässt, sich in die «TV Hölle» eines Schawinksi oder Konsorten zu begeben. Neben Christoph Blocher sind nur ganz wenige SVP Exponenten diesem Medien Guru gewachsen. Dazu hat Schawinski noch eine Mehrheit der öffentlichen Meinung hinter sich. Das hat leider Christoph Mörgeli nicht, obwohl er sich ebenso klar, treffsicher und gewandt ausdrückt.

Deshalb mein dringender Rat an Christoph Mörgeli und andere, die sich in ähnlicher Lage befinden: Sie sollen keine Einladungen zu einer solchen Talkshow mehr anzunehmen, wo nur zu verlieren ist. Ignoranz gegenüber den Medienschaffenden ist nämlich schlimmer als Streit.

Zudem: Wer es nicht lassen kann, soll doch eine solche Sendung, die von Anfang an zum Ziel hatte, missliebige Personen aufs Glatteis zu führen und zu diskreditieren, während den Aufnahmen verlassen. Zu begründen wäre dieser Schritt mit dem tiefen Niveau des Gespräches. Das hat doch Bodenmann, damaliger SP Präsident in einer Arena Sendung vor Jahren auch getan und damals viel Aufsehen erregt.

Ganz augenscheinlich ist unsere politische Rechte halt zu brav oder etwas zu naiv. Und zum Schluss noch eine Vorbildfunktion des ehemaligen deutschen Bundeskanzler Kohl. Nachdem ihn vor bald 30 Jahren der «Spiegel» immer wieder verunglimpft, falsch zitiert oder gar über ihn gelogen hatte, sagte er eines Tages : «Schluss mit Ihnen», ich gebe niemals mehr ein Interview und nehme zeitlebens keinen «Spiegel» mehr in die Hand, was er offenbar bis heute eingehalten hat.

Werner Wassmer,
Aarau

20.12.2012 | 2670 Aufrufe