Die FDP hat zur Ausschaffungsinitiative der SVP ein sogenannt unabhängiges Rechtsgutachten erstellen lassen. Dieses kommt zum Schluss, dass die Annahme der Initiative eine Kündigung des Abkommens über die Personenfreizügigkeit bedeuten würde. Es gibt aber auch Juristen, die diese Schlussfolgerung nicht teilen und gar von barem Unsinn sprechen. Tatsache ist, dass 22,3 Prozent unserer Wohnbevölkerung Ausländer sind. Die Zahlen sind steigend. FDP, CVP und Grüne schauen tatenlos zu. SP und Gewerkschaften sind am Erwachen.

Man kann sich auch fragen, ob es sinnvoll ist, in der Schweiz Betriebe anzusiedeln oder zu vergrössern, wenn das Land die benötigten Arbeitskräfte nicht zur Verfügung stellen kann. Produktion gehört grundsätzlich dorthin, wo es auch die entsprechenden Arbeitskräfte gibt. Allmählich wird es in unserem Land eng. Wenn man die unbegrenzte Einwanderung mit Familiennachzug, die Sozialbelastungen, die Gesundheitskosten und die Kriminalität der Produktivität gegenüber stellt, so ist die Bilanz negativ.

Man kann sich auch fragen, ob unsere Bildungspolitik geändert werden muss. Jedenfalls «produzieren» wir zu viele Erziehungswissenschaftler, Sprachwissenschaftler und Psychologen.  Siebzig Prozent aller Maturandinnen und Maturanden –  sie sind zurzeit in der Überzahl der Mittelschulabgänger  – studieren diese Fachrichtungen. Wir brauchen aber vor allem Naturwissenschaftler, Ärzte, Ingenieure und Mathematiker.

Taten mit Lösungen sind rundum gefragt. Wenn man nur wegschaut, wird alles noch schlimmer und irgendwann nicht mehr korrigierbar.

Prof. Hugo E. Götz,
Hüttwilen TG

 

13.10.2011 | 961 Aufrufe