Untaugliche Strafprozessordnung

Der Gemeindeammann der Aargauer Gemeinde Schafisheim, Adolf Egli, hat mit einem geharnischten Brief an eidgenössische Parlamentarier und Aargauer Amtspersonen Aufsehen erregt: Er warf ihnen vor, dass die geltende Strafprozessordnung weit mehr zum Täterschutz beitrage als zur wirkungsvollen Verbrechensbekämpfung. Die «Schweizerzeit» suchte deshalb mit Adolf Egli das Gespräch.

Die «Schweizerzeit» im Gespräch mit Adolf Egli, Gemeindeammann von Schafisheim AG

«Schweizerzeit»: Herr Egli, darf ich Sie bitten, sich den «Schweizerzeit»-Lesern kurz vorzustellen?

Adolf Egli: Nach kurzer Berufstätigkeit als Maschinenmechaniker meldete ich mich vor nunmehr fünfundvierzig Jahren bei der Aargauer Kantonspolizei. Ich war dort tätig in der Rauschgiftfahndung und wurde schliesslich Leiter der Betäubungsmittel-Gruppe. Bekämpfung des Drogenhandels auf nationaler und internationaler Ebene war meine Aufgabe. Ich weiss also, wovon ich spreche, wenn ich die Strafprozessordnung als völlig ungenügend kritisiere. Vor zwanzig Jahren wurde ich in den Gemeinderat von Schafisheim gewählt. Seit siebzehn Jahren bin ich Gemeindepräsident. Ich bin Vater von drei erwachsenen Söhnen. Meine Gattin ist vor einigen Jahren verstorben; ich lebe jetzt mit einer Partnerin zusammen.

Verbrecher werden begünstigt

Woraus resultiert Ihr Engagement für effiziente Fahndung?

Der Kanton Aargau verfügte einst über eine Strafprozessordnung (StPO), die eine wirkungsvolle Verbrechensbekämpfung gewährleistete. Sie musste aufgehoben werden, als vor wenigen Jahren die eidgenössische StPO in Kraft trat. Diese brachte – aus Sicht eines erfahrenen Fahnders – eine nicht akzeptierbare Verschlechterung. Effiziente Fahndung wird mit dieser eidgenössischen StPO durch absurde Hindernisse erschwert, wenn nicht verunmöglicht. Sie dient mehr dem Täterschutz als der Verbrechensbekämpfung.

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08.12.2017 | 6515 Aufrufe