Aus den Abschreibeküchen des Windbeutel-Journalismus ergiesst sich neuer Einheitsbrei über die stetig schwindende Leserschaft: Es sei am vergangenen 21. Mai gelungen, die SVP endgültig auf die Stras-se der ewigen Verliererin abzudrängen. Ihre Marginalisierung sei nur noch eine Frage relativ kurzer Zeit …

Kommentar «Spalte rechts», Ausgabe vom 2. Juni 2017

Tatsächlich illustriert die Niederlage der allein kämpfenden SVP Bedenkliches: Wenn es um jene freiheitliche Wirtschaftsordnung geht, die unserem Land jahrzehntelang weltweit einzigartigen Wohlstand dank freier Entfaltungsmöglichkeit eines jeden Einzelnen gesichert hat, dann steht die SVP heute allein im Kampf.

Die FDP – einst höchst erfolgreich angetreten für «mehr Freiheit – weniger Staat» – hat sich in ihrer Orientierungslosigkeit mit der Linken, mit den Links-Grünen, mit den linken Gewerkschaftsideologen und der zielbewusst ihre Macht ausbauenden Funktionärskaste in der Bundesverwaltung zusammen mit allen Subventionssegen aus Bern heischenden Opportunisten in die Front der Energieversorgungs-Verstaatlicher eingereiht. Und – noch alarmierender: Aus der Wirtschaft, also seitens der Direktbetroffenen der Energieverstaatlichung, sind die Stimmen, die freiheitliche Rahmenbedingungen langfristig abzusichern bereit sind, (fast) verschwunden: Die Internationalisierung der auf Boni versessenen Manager-Etagen verdrängt unternehmerische Verantwortung.

Die mit Abstand bestdotierte Kampforganisation für freiheitliche Rahmenbedingungen – Economiesuisse – wusste überhaupt nichts mehr zu sagen. Mit ihrem in der realen Wirtschaft erfolglosen Präsidenten und der ganz der Bundesverwaltung verhaftet verbliebenen Direktorin erweist sich Economiesuisse als handlungsunfähig – überflüssig, ja schädlich!

Bedenkliche Tatsachen – tabu für die Eintopfmedien. Wahrheit ist nicht gefragt bei denen, die für ihr Überleben nach Subventionen aus der Bundeskasse gieren, also um die Gunst der Bundesfunktionäre buhlen. Das konzertierte Einhacken auf die SVP soll ihre Bereitschaft zur Preisgabe von Freiheit in der Schweiz von heute tarnen.

Ist die Verabschiedung vom Wohlstand, der Abstieg ins Mittelmass, die schliessliche Unterwerfung des Geschwächten unter die Europa auszehrende EU-Einheitsbürokratie unabwendbar?

Ulrich Schlüer

01.06.2017 | 4235 Aufrufe