Ich habe nun derart viel Unwahres vernommen, das ich nicht umhinkomme hier mal einiges klarzustellen. Ich hoffe sie finden auch etwas Zeit, meine Ansicht zur Kenntnis zu nehmen.

Nehmen wir zur Kenntnis , dass die Auflagen die in der Folge dieser Initiative kommen werden, für den Besitzer und Sammler von Seriefeuerwaffen die Ernteignung bedeutet, für den anderweitigen Sammler mit derart einschneidenden Auflagen verbunden sein wird, dass es faktisch auf das selbe hinausläuft.

Er wird nur noch Besitzer seines Eigentums auf Gnade der Behörden sein dürfen. Wenn man sich die Statements aus den Befürworterkreisen dieser Initiative vor Augen führt, so kann es einen Sammlerstatus nur noch geben bei geeigneten Räumlichkeiten, für die faktisch nur noch ein Hausbesitzer die baulichen Möglichkeiten dazu haben wird, mal abgesehen von den Einschränkungen seines Sammelgebietes, zum Beispiel auf nur noch „Ordonanzpistolen der Schweizer Armee“. Es dürfte das bislang äusserst beliebte Querbeetsammeln durch verschiedenartige interessante Waffenfamilien oder gar das Systemsammeln sehr erschwert, wenn nicht verunmöglicht werden.

Den Sportschützen wird sie derart gängeln, dass dem Schützenwesen der Schweiz nach Jahrhunderten nun wohl das Ende droht. Das mit den Auflagen des Verbleibs der Waffen im Schiesstand und da in sicherer Aufbewahrung.

Das hiesse also, in einem gesicherten Raum und in dem Raum in einem speziellen Waffenschrank auch noch als Sicherung gegen die an einem Anlass mitbeteiligten anderen Personen.

Auch hiesse das eine Kontrolle einzuführen, ob die Waffen nach den Anlass auch wieder dort eingestellt werden, usw. usf. Das sind nur mal als einige Aspekte dieser Initiative.

Und warum das alles, ……weil man öffentlich eine vermeintlich bessere Sicherheitslage propagiert, die gar nicht eintritt, wie wir aus etlichen Ländern, die genau das versucht haben, ersehen können.

Auf Gesetzesebene tritt mit dieser Initiative ebenfalls etwas ganz neues in Kraft, nämlich:
Neu soll nun ein Waffenverbot in der Verfassung verankert werden. Und das ist der Hauptgrund, warum wir diese Initiative mit aller Kraft bekämpfen. Wir wechseln damit von einer Missbrauchsgesetzgebung zu einer Verbotsgesetzgebung. Es ist zukünftig grundsätzlich verboten eine Waffe zu besitzen, nur Ausnahmenregelungen erlauben diesen Besitz noch! Es ist tatsächlich so, dass nach einer Annahme dieser Initiative der private Waffenbesitz verunmöglicht würde. Und je nach Ausgestaltung der Gesetze wird auch die Enteignung möglich sein.

Suizide:

Wenn man nachstehende Fakten, hier ein Beispiel anhand der Suizidstatistik in Kanada (Link) abgleicht, so wird man zum Schluss kommen, dass Suizide keinesfalls effektiv durch Waffenverbote verhindert werden können. >> http://www.justice.gc.ca/eng/pi/rs/rep-rap/2006/rr06_2/t19.html

Kanada:
1971 Suizide; 421 davon mit Schusswaffen
184 gewaltsame Todesfälle
total 2413

2001 Suizide; 463 davon mit Schusswaffen
148 gewaltsame Todesfälle
total 3688

Es ist also so, die Suizidrate hat sich trotz strengster Gesetzgebung in Bezug auf Waffen nicht wirklich verändert. Die Suizidrate war 2001 sogar höher als 1979, was aber sicher auch der Bevölkerungszunahme geschuldet ist.

Die Bevölkerung in Kanada nahm von 1971 – ca. 22 Millionen bis 2009 - auf ca. 31 Millionen zu. Suizide mit Schusswaffen haben abgenommen, da sie natürlich weniger verfügbar waren, allerdings nicht die Gesamtzahl der Selbstmorde, diese blieb trotz stetig strengerer Waffengesetzgebung davon unbeeinflusst.

Rechnet man diese Zahlen in einen Index um, so kann man sagen, dass die Suizidrate von der Verfügbarkeit der Waffen unbeeinflusst mit der Bevölkerungszunahme Schritt gehalten hat. Nur töteten sich die Menschen nun vermehrt mit ANDEREN Mitteln. Und was besonders auffällig ist, die gewaltsamen Todesfälle stiegen von 2413 ( Index 100 ) im Jahr 1971,……. auf 3688 ) im Jahr 2001,….. oder Index 152 was auch der Zunahme der Bevölkerung entspricht und das wie gesagt trotz strengster Gesetzgebung, Waffenregistrierung usw.

Eine nach der Argumentation linksorientierter Kreise unmögliche Entwicklung, sagen diese doch ein markantes sinken der Suizide und der Gewaltkriminalität voraus.

Wenn man den privaten Waffenbesitz einschränkt und ihn sogar verunmöglicht, so werden gewisse Kreise dazu ermuntert bei ihrem vorgehen hemmungsloser zu agieren da sie kaum noch mit Gegenwehr rechnen müssen. Das ist wohl der Umstand warum es in Ländern ohne privaten Waffenbesitz zu vermehrter Gewaltanwendung kommt.

Die Kreise die mit einer Waffe als Handwerkszeug arbeiten die erreichen wir mit der Gesetzgebung so gut wie nicht, aber wir machen den privaten Bürger wehrloser und wir senken das Berufsrisiko eben dieser Gruppen bei ihren illegalen Tätigkeiten stark.

Wenn es den Initianten dieser Initiative wirklich um Missbrauchs- und Gewaltbekämpfung ginge, dann würden sie mit parlamentarischen Vorstössen alles daran setzen, dass endlich die illegal……..illegale Waffen Besitzenden entwaffnet werden. Insbesondere jene Staatsangehörigen ( Art. 7 WG und Art. 12 WV ), welche bereits seit 1999 Waffen weder erwerben noch besitzen dürfen und trotzdem für über 80% aller Schusswaffendelikte verantwortlich zeichnen.

Ein weiteres Beispiel ist Luxembug:
Die Mordrate in Luxemburg ist trotz Waffenverbot für private Bürger wesentlich höher als in den übrigen Ländern der EU…. 2.1 auf 100‘000 Einwohner im Gegensatz zu 1.2 in Israel und 1.1 in der Schweiz, welche die tiefste Rate aufweist. Also hat das Waffenverbot auch in Luxemburg den gewünschten Effekt erzielt… ja? Keine Waffen in der Hand gesetzestreuer Bürger aber eine doppelt hohe Mordrate, nun das dürfte es aber so gar nicht geben, wenn man der Argumentation aus gewissen Kreisen folgt.

Hier noch ein Link zu einer Statistik der NRA aus den USA zum Thema Gewaltkriminalität und Schusswaffen. >> http://www.nraila.org/Issues/FactSheets/Read.aspx?id=206&issue=007 (eine Zusammenfassung von (http://www.fbi.gov/about-us/cjis/ucr/ucr)

Man schätzt übrigens die Waffendichte in den USA auf ca. 90 zu 100 Einwohner. In der Schweiz auf 60 zu 100 Einwohner womit sie Platz 2 belegt. Deutschland schätzt man auf ca. 30 zu 100, hat aber eine ganz wesentlich höhere Gewaltrate als die Schweiz.

Zitat:
http://netzwerkrecherche.wordpress.com/2009/03/25/liberales-waffenrecht-senkt-gewaltkriminalitat/

Konnte bis zum 31. Dezember 1999 jeder Schweizer Bürger noch recht problemlos eine Schusswaffe auf der Straße führen (in der Hälfte der Kantone bedurfte es dazu nicht einmal eines behördlichen Dokumentes), so ist dies durch das am 01. Januar 2000 in Kraft getretene neue Waffengesetz erheblich erschwert bis unmöglich gemacht worden. In der Folge kam es 2001 im Vergleich zum Vorjahr laut dem Schweizer Bundesamt für Statistik zu einem Anstieg der Gewaltkriminalität:

- Vorsätzliche Delikte gegen Leib und Leben (Tötungsdelikte): plus 8,0 Prozent
- Vorsätzliche Körperverletzungen: plus 6,7 Prozent
- Vergewaltigungen: plus 12,4 Prozent

Dagegen nahmen Diebstähle und Einbrüche insgesamt nur um 0,47 Prozent zu und auch die Gesamtzahl der erfassten Straftaten stieg nur um 1,48 Prozent. Dies könnte als Zufall gewertet werden, wenn nicht in Australien und England ähnliche Tendenzen mit jedoch weitaus schlimmeren Konsequenzen beobachtet worden sind, nachdem quasi alle legal besessenen Waffen eingezogen wurden.

So zog Australien 1996 insgesamt 640.381 private Schusswaffen ein und vernichtete sie zum Preis von 500 Millionen Dollar. Bereits 1997 stieg die Zahl der Gewaltverbrechen um 3,2 Prozent und
Überfälle nahmen um 8,6 Prozent zu. Bewaffnete (!) Raubüberfälle legten satte 44 Prozent drauf. Makabrer Spitzenreiter ist der Staat Victoria, in welchem Schusswaffendelikte sogar um 300 Prozent anstiegen. Dagegen gab es in Australien in den 25 Jahren vor 1996 unter anderem bei bewaffneten Raubüberfällen einen stetigen Rückgang.

In England geschah die Entwaffnung der Bürger 1997. Damals wurden rund 162.000 Kurzwaffen eingezogen und weitestgehend vernichtet. Die ehemaligen Besitzer erhielten eine Entschädigung von etwa 95 Millionen Pfund, was damals etwa 220 Millionen Franken entsprach. Allein im Zeitraum von September 1998 bis September 1999 stieg die Kriminalität in London um 22 Prozent und die bewaffnete Kriminalität um zehn Prozent. Ähnliche Entwicklungen gab es im ganzen Land. Mittlerweile sollen mindesten drei Millionen illegaler Waffen in Großbritannien kursieren. Das UNO Interregional Crime & Justice Research Institut zeigte 2003, dass die Einwohner von Wales und England unter einer höheren Verbrechenslast leiden als vergleichbare andere Länder: auf 100 Einwohnen kommen dort 55/100 Verbrechen ( in den anderen Industrieländern dagegen 35/100 ). Bei »Kontakt-Verbrechen« ( Raub, sexueller und gewalttätiger Überfall ) liegt der Anteil in England und Wales mit 3,6 Prozent deutlich vor den USA mit 1,9 Prozent. Anmerkung….hier ist mit 55/100 ….55 Delikte auf 100-tausend Einwohner
gemeint.

Mehr Waffen, mehr Abschreckung:

Über so eine gegenläufige Entwicklung dürfen sich die Einwohner des Staates Florida seit 1987 freuen, als eine Gesetzesänderung das Führen einer Schusswaffe auch außerhalb des eigenen Besitztums zum persönlichen Schutz erleichterte.

Dort löste eine Liberalisierung der Waffengesetze seit Ende der 1970er-Jahre in vielen Bundesstaaten eine gegenteilige Entwicklung aus.

So gab es 1992 noch 13.945 Gewaltdelikte (Mord, Vergewaltigung, Raub und Körperverletzung), so lagen diese bei fallender Tendenz seit 1989 im Jahr 2001 nur noch bei 7.210 Taten. Somit beträgt der Rückgang 48,3 Prozent. Parallel dazu stiegen die Übergriffe auf wehrlose (!) Touristen an, bis die Polizei Anfang der 1990er neue aufwändige Programme zum Schutz der Reisenden entwickelte.

Insgesamt ging in Florida von 1987 bis 1995 die Zahl aller Tötungsdelikte um 22 Prozent und Taten mit Schusswaffengebrauch sogar um 29 Prozent zurück. Von den 295.220 Waffenscheinen, die in Florida seit Inkrafttreten des Gesetzes bis zum 31. Mai 1995 ausgestellt wurden, mussten nur 48, sprich etwa 0,016 Prozent wegen Missbrauchs wieder entzogen werden. Mit 99,984% der
Waffenträger gab es also keine Probleme.

Unter dem Strich:

So zeigt sich ganz klar ein hinreichend belegter, enger Zusammenhang zwischen restriktiven Waffengesetzen und steigender Kriminalität und damit der Gefährdung des Bürgers durch staatliche,gesetzgeberische Maßnahmen. Es lassen sich daraus die Formeln »Mehr legaler privater Waffenbesitz = weniger Gewaltkriminalität« sowie im Umkehrschluss »Weniger legaler privater Waffenbesitz = mehr Gewaltkriminalität« ableiten. Die negative Entwicklung in der bislang waffenrechtlich sehr liberalen Schweiz mit einer bis 1999 äußerst niedrigenKriminalitätsrate, die nach Verschärfung der Gesetze anzusteigen beginnt, sollte allen Bürgern Warnung und Mahnung sein.

Leserbrief von Walter Roth,
St. Gallen

24.01.2011 | 1453 Aufrufe