In der Presse war zu lesen, dass der Bundesrat am Mittwoch, 25. Mai 2011, den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen hat. Da stellt sich die Frage: Wie kann diese Energielücke geschlossen und der CO2 Ausstoss in der Schweiz reduziert werden – wenn jährlich mit 80'000 Einwanderer gerechnet werden muss?

In der Schweiz wurde in den letzten Jahren auf die Gebäudeisolation geachtet. Auch werden zusehends neue Haushaltgeräte und Industrieanlagen durch energieeffizientere Geräte ersetzt. Da gibt es Windkraftspekulationen, auch wenn die Schweiz nicht über grosse Winde verfügt. Dann gibt es Spekulationen über Sonnenenergiefelder. Die Sonnenenergiefelder müssten eventuell in der Sahara entstehen und über tausende von Kilometern Stromleitungen erbaut werden. Wobei der Stromverlust auf diesen Strecken ca. einem Drittel der Energie beträgt. Da gibt es Befürworter für Gaskraftwerke – welche den CO2 Anteil in der Schweiz negativ beeinflussen würden. Abgesehen davon, dass die Gaszufuhr zu Problemen führen kann.

Da stellt sich die Frage: Wäre es nicht sinnvoller regionale Kraftwerke zu erstellen? Damit würden die Übermittlungsverluste reduziert. Ich denke da an Biogaskraftwerke, wie zum Beispiel eines in Hünenberg in Betrieb ist. Oder an Brennstoffzelleneinheiten, die in einzelnen Häusern oder Siedlungen installiert werden können. Solche Anlagen sind in Österreich beim Militär und in der Raumfahrt im Einsatz. Sie müssen nicht neu erfunden werden. Wie man sieht, sind die technischen Möglichkeiten bereits vorhanden. Bei Kleinkraftwerken ist man weniger vom Wind, der Sonne oder vom politischen Umfeld abhängig. Im Mix von Kleinkraftwerken und Sonnenkollektoren könnte die zukünftige Lösung liegen. Die Frage ist nur, sind die grossen Energielieferanten daran interessiert?

René Bär,
Cham ZG

 

30.06.2011 | 1053 Aufrufe