Die Komplexität von Abstimmungsvorlagen lässt sich in vielen Fällen nicht reduzieren. Vor allem junge Leute haben kaum eine Chance, sich über politische Fragen eine eigene Meinung zu bilden.

Berufliche Anforderungen, Freizeitaktivitäten, Freundschaften, unpolitische Eltern sind kein guter Boden für politische Bildung. Da zudem der staatspolitische Unterricht oft trocken und unattraktiv erteilt und im Vergleich zu Sport, Musik und Kultur minimal gehalten wird, ist das nicht verwunderlich. Kurzfristig bleiben wohl nur Anreize (wie zum Beispiel Verlosungen bei Wahlen und Abstimmungen) oder der Stimmzwang, um hier eine Verbesserung zu erwirken. Aber vor allem muss der Staatskundeunterricht am konkreten Objekt, mit interessanten Diskussionen mit Politikern, attraktiver gemacht werden.

Alex Schneider, Küttigen

26.04.2018 | 10960 Aufrufe