Der Präsident des Schwyzer Gewerbeverbands wirft in seinem Leserbrief vom 1. Juni 2012 der AUNS vor, die Schweiz mit der Staatsvertrags-Initiative in die Isolation zu treiben. Eine Begründung dieser Behauptung fügt der Schwyzer Gewerbeverbandspräsident jedoch nicht an. Weshalb? Weil dieses Argument nicht stichhaltig ist und mit der Vorlage überhaupt nichts zu tun hat.

Ändern mit der Annahme der Initiative würde, dass das Sammeln der Unterschriften für ein Referendum wegfallen würde und Volk und Stände über wichtige Staatsverträge zu befinden haben. Wo soll hier eine Isolation sein?

Der Präsident des Schwyzer Gewerbeverbands geht in seiner Behauptung wohl davon aus, dass dem Volk eine für seinen Verband wichtige Vorlage unterbreitet und an der Urne abgelehnt würde. Dies ist in einer Demokratie ein normaler Vorgang und hat mit Isolation nichts zu tun.

Bernadette Wasescha

04.06.2012 | 870 Aufrufe