Die 1:12-Initiative passt nicht. Ich bin grundsätzlich auch kein Freund von übersetzten Gehältern, aber ich bin ein vehementer Gegner, dass der Staat ins liberale Arbeitsrecht, was die Schweiz erfolgreich gemacht hat, eingreift. In bürokratischer Weise müssten alle Schweizerfirmen – allein KMU-Betriebe gibt es über 300'000 – kontrolliert werden.

Der Dialog zwischen den Sozialpartnern hat sich bewährt und bei Aktiengesellschaften sollen die Aktionäre entscheiden, wie viel sie einem Top-Manager, der in einem Konzern Milliarden generiert, als Gehalt anbieten. Solche Grossverdiener zahlen denn auch gewaltige Beträge an Steuern, AHV etc. Man rechnet mit Beträgen von rund 1.5 Milliarden Franken pro Jahr. Es wäre dann wieder der kleine Mann, der diesen Ausfall mit Steuererhöhungen zu berappen hätte. Ein solcher Entscheid würde auch die Attraktivität der Schweiz schwächen. Deshalb ist die 1:12-Initiative abzulehnen.

Robert Rahm,
Hallau

20.11.2013 | 1356 Aufrufe