Wer sich die Mühe nimmt, etwas hinter die Kulissen dieses "Waffenverbots-Theaters" zu leuchten, dem wird schnell einmal klar, dass hier wiederum die berüchtigte "Armeeabschaffer-Maffia" mit  "zugewandten Orten" am Werk ist. 

Da eine Abschaffungsinitiative vor dem Souverän keine Chance hätte, versucht man nun halt an der Bedeutung und am Ansehen unserer Milizarmee in bescheideneren Schritten zu kratzen.  Die Aussage des St. Galler CVP-Nationalrats Jakob Büchler trifft genau den Punkt, nämlich dass es sich hier um einen Angriff auf die Identität unserer Schweiz handelt. Dass dieser perfide Angriff auf unsere Wehrbereitschaft auch auf einstige Mitglieder der "verflossenen" "Revolutionären Marxistischen Liga Zug" (RML) und ihre Adlaten eine magische Anziehungskraft auszuüben vermag, kann wohl niemandem verborgen bleiben. So kann man sich vor den Wahlen nochmals etwas profilieren und gleich zwei Fliegen auf einen Schlag treffen. Bekanntlich verbietet die EU die private Aufbewahrung von Armeewaffen, und damit wäre wiederum ein vorauseilender "Gehorsamsschritt" Richtung Unterwerfung unter den sich immer zentralistischer gebärdenden Moloch EU vorweggenommen.

Auch wenn eine vage Umfrage von 745 Personen heute einen Ja-Anteil von 45 % gegenüber einem Nein-Anteil von 34 %  ergibt, ist völlig klar, dass diese Initiative von Volk und Ständen verworfen wird. Es ist jetzt schon abzusehen, dass die  militär- und schützenfreundlichen Mittelland-, Inner- und Ostschweizer Kantone haushoch ablehnen werden. Auch wenn ein paar Westschweizer Kantone und Basel-Stadt zustimmen, reicht dies niemals für das Ständemehr. Ich bin zudem überzeugt, dass die Stimmung im Volk genau wie bei der "Steuerungerechtigkeits-Initiative" ebenfalls beim Wähleranteil noch in ein markantes Nein-Mehr kehren wird.

Diese Initiative ist völlig nutzlos, bevormundet den verantwortungsvollen Bürger und löst eine riesige, unnötige Bürokratielawine zulasten des Steuerzahlers aus. Das Missbrauchsrisiko wurde jetzt schon durch die freiwillige Hinterlegung der Ordonnanzwaffe im Zeughaus, Einzug der Taschenmunition und vertiefte Sicherheitsüberprüfung bei neu eintretenden Rekruten stark eingedämmt. Muss es wirklich soweit kommen,  dass auch unsere Jahrhunderte alte Schweizer Schützentradition dem linken Militärhass verbunden mit EU-Unterwürfigkeit zum Opfer fällt  (85 % der Schützen üben ihren Sport mit einer Armeewaffe aus) , wogegen ausländische Kriminelle nicht die geringste  Mühe haben werden, sich jede mögliche Waffe auf illegalem Weg zu beschaffen?

Eine Frage an unsere europhilen Armeeabschaffer sei noch erlaubt: Einmal angenommen, die utopischen Forderungen dieser "Friedensbewegten" würden erfüllt, d. h. unsere Armee wäre abgeschafft,  und wir würden eine Mitgliedschaft bei EU und NATO beantragen. Müssten wir dann unsere Armee nach NATO-Vorbild erneut aufbauen, um den Anforderungen dieser beiden Organisationen zu genügen, oder sollten wir doch eher auf eine Mitgliedschaft verzichten? Sind diese "Abschaffer" nicht Gefangene ihrer eigenen Widersprüche und haben sich in den Kulissen der europäischen Politbühne total verirrt?

Leserbrief von
Robert Nieth, Walchwil ZG

12.01.2011 | 1722 Aufrufe