Die Karikatur auf der ersten Seite der „Schweizerzeit 22“ vom 23. November 2012 zeigt, wie eine Krake den Menschen das Geld aus den Taschen zieht. Das hat mich zu folgendem Text angeregt.

Zur Bewältigung der weltweiten Krise empfehlen die meisten Politiker das Sparen. Dabei wird jedoch nicht beim Staat gespart, sondern bei der Bevölkerung. Man muss kein Star-Ökonom sein, um zu erkennen, dass dadurch die Kaufkraft reduziert wird und deshalb die Wirtschaft noch mehr einbricht und die Zahl der Arbeitslosen ins Unermessliche steigt.

Was zu tun wäre, ist, den ganzen bürokratischen Leerlauf der Staaten zu reduzieren, denn der lähmt die ganze Wirtschaft und verhindert innovative Leute, eine produktive und der Allgemeinheit dienende Tätigkeit auszuüben. Mit dieser Massnahme werden natürlich vorübergehend viele Beamte arbeitslos, aber wenn man wieder frei von Hemmnissen agieren kann, werden viele neue, produktive Kleingewerbe entstehen, und die Wirtschaft wird wieder blühen.

Die durch die Regulierungswut der Politiker entstandene Planwirtschaft hat sogar bei uns ein katastrophales Ausmass erreicht. Erinnert sich denn niemand an die Folgen der absoluten Planwirtschaft in den kommunistischen Staaten, wo immer Mangel an alltäglichen Dingen herrschte?

Das gleiche Phänomen zeigt sich bei uns z.B. im total regulierten Gesundheitssystem. Einmal hat es zu viele Ärzte, dann werden Beschränkungen eingeführt und schon entsteht ein Ärztemangel. Das gleiche geschieht bei den Lehrern, bei den Ingenieuren usw. Als Folge dieser Misswirtschaft muss man dann tausende von Fachleuten aus dem Ausland holen. Die brauchen dann Wohnungen und Raum und damit wird die einst schöne Schweiz zu einer Betonwüste.

Politiker, hört endlich auf mit der übertriebenen Regulierung und mit der Gleichmacherei vom Genfersee bis zum Bodensee. Der Föderalismus und der dadurch entstehende Wettbewerb der Kantone und Gemeinden hat früher aus der Schweiz ein wohlhabendes Land gemacht. Die vorletzte Generation von Ingenieuren hat trotz den kantonal verschiedenen Maturitäten die ETH absolviert und die Schweizer Industrie weltberühmt gemacht. Die heutige, „normierte“ Generation kann nur noch Werke schliessen oder ins Ausland verkaufen. Man kann doch nicht von Demokratie sprechen, wenn 60 Prozent der Gemeindeausgaben von oben gesteuert werden. Genügt das Beispiel Griechenland noch nicht, um zu zeigen, was Gleichmacherei von ganz unterschiedlichen Gebieten für verheerende Folgen hat?

Es waren weise Schweizer Politiker, die die von Napoleon diktierte zentralistische Helvetik nach kurzer Zeit abschafften. Politiker lasst die Genfer Genfer sein und die Thurgauer Thurgauer und hört auf, die jungen Leute zu einem Beruf oder zu einer Ausbildung zu zwingen, die sie gar nicht wollen. Lasst die Schweizer arbeiten anstatt Formulare ausfüllen und Berichte schreiben.

Max Salm,
Umiken (AG)

02.12.2012 | 1191 Aufrufe