Linke Widersprüche

Zuerst war da nur die Empörung über «Sexgrüsel» wie Harvey Weinstein, welche ihre Beziehungen ins linke Establishment ausnützten, um unzählige Frauen zu belästigen und sie danach zum Schweigen zu bringen. Die entsprechende Dynamik hat nun auch die Schweiz erreicht.

von Hermann Lei, Kantonsrat, Frauenfeld

Vorläufiger Höhepunkt ist der paternalistische Ratgeber der Parlamentsführung, welcher den Politikern den Unterscheid zwischen Flirten und Grabschen erklärt. Die SP reichte zudem umgehend Vorstösse gegen sexuelle Belästigung ein, obwohl die Linke seit Jahrzehnten jede Verschärfung in diesem Bereich bekämpft. 

Grüne gegen Verbot von Zwangsheiraten

So prangerte die Grüne Partei 2009 den Kampf gegen «Minarette, einzelne Frauen, die Burkas tragen und Zwangsheiraten» als «Pseudo-Gleichstellungspolitik» an. Für Genitalverstümmelung – mit über 15‘000 betroffenen Frauen und Mädchen in der Schweiz wohl ein grösseres Problem als ein betrunkener Parlamentarier aus dem Unterwallis – kann man dank der Stimmen von SP und Grünen mit bedingten Geldstrafen davonkommen. Die von der SVP geforderte einjährige Freiheitsstrafe als Mindeststrafe fand Mitte-Links zu hart.

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22.12.2017 | 4605 Aufrufe