Ich gehöre bekanntlich nicht zu jenen Politikern, die sich um die Probleme der Senioren-Generation foutieren. In der aktuellen AHV-Debatte gibt es aber auch noch andere elementare Prinzipien zu respektieren. Dazu gehört für mich die Solidarität zwischen den Generationen.

Diese soll und darf nicht einseitig zulasten der jüngeren Generationen strapaziert werden, wie es die Volksinitiative «AHV plus» tut. Das sage ich auch klipp und klar an die Adresse meiner Generation. Einfach für alle im Giesskannensystem die AHV-Rente um 10 Prozent zu erhöhen, ist ein populistisches Unding, das uns jährlich vier bis fünf Milliarden kosten wird. Zu berappen wäre es primär von der erwerbstätigen jüngeren Generation. Das ist ein klarer Verstoss gegen die Generationensolidarität.

Wer im Alter auf zusätzliches Renteneinkommen angewiesen ist, der hat Anspruch auf Ergänzungsleistungen. EL sind weder Fürsorge noch Sozialhilfe, sondern Teil des sozialen Fundaments der Schweiz. Zudem berät das schweizerische Parlament derzeit die «Baustelle Vorsorge 2020» aus dem Departement von Bundesrat Alain Berset. Damit werden sowohl die 1. als auch die 2. Säule unserer Altersvorsorge für die nächsten 25 Jahre auf sichere Grundlagen gestellt.

Deshalb sage ich klar Nein zur egoistischen «AHV plus»-Initiative der Gewerkschaften, die «Manna vom Himmel» für alle Senioren verheisst, ob sie es brauchen oder nicht. Übrigens, auch sämtliche bürgerlichen Parteien lehnen die Initiative ab!

Maximilian Reimann, Nationalrat, Gipf-Oberfrick

16.09.2016 | 1993 Aufrufe