Eine sifa-Aktion für den Selbstschutz der Bevölkerung

Um sich in Notsituationen richtig zu schützen, bietet die Vereinigung sifa – SICHERHEIT FÜR ALLE ihren Mitgliedern an, über sie vergünstigt Pfeffersprays und Taschenalarme zu beziehen. Ob in Freibädern oder auf der Strasse – Selbstschutz ist gefragter denn je!

Von Anian Liebrand, Vorstandsmitglied sifa

Laut publik gewordener interner Mails stellt die Polizei in Deutschland für 2016 einen «enormen Anstieg» von Sexualstraftaten fest. Dabei geht es insbesondere um die «Tatbestände Vergewaltigung und sexueller Missbrauch von Kindern in den Badeanstalten». Die Erfahrungen in Deutschland zeigen, dass die Täter, die gemäss Polizeiinformationen «zumeist einen Migrationshintergrund» haben, ihre Opfer oft in ganzen Gruppen attackieren.

Zweideutige «Blick»-Berichte

Auch in der Schweiz ist Vorsicht geboten. Polizisten mussten Mitte Juli im Berner Marzilibad einen 25-jährigen Nigerianer abführen, der gemäss Zeugenaussagen zuvor im Nichtschwimmerbecken drei Mädchen im Teenageralter sexuell belästigt hat. Obwohl sich bei der sifa junge Frauen für die Sensibilisierungskampagne bedankten («Ich getraue mich abends ohne Schutz nicht mehr an gewisse Orte»), unterstellte der «Blick», die sifa betreibe «Propaganda» und «Angstmache». Eine «Blick»-Umfrage bei mehreren Badeanstalten und bei der Polizei habe nämlich ergeben, dass es ausser des erwähnten Falls im Marzilibad keine Fälle von sexuellem Missbrauch oder andere Übergriffe gegeben habe.

Ziel: Sensibilisierung

Als ob ein Bademeister von sich aus zugeben würde, dass es in seiner Badi zu Problemen gekommen sei. Das gäbe schliesslich Schlagzeilen – und Schlagzeilen sind schlecht für das Geschäft. Wenn es wirklich noch zu keinen dokumentierten Übergriffen gekommen sein soll, kann man nur sagen: Gottseidank! Das Hauptziel der sifa ist schliesslich, die Bevölkerung zu sensibilisieren und ihr bei Selbstschutz-Massnahmen zu helfen, damit Übergriffe und Angriffe gegen die persönliche Integrität möglichst abgewehrt oder verhindert werden können. Abschreckung ist hierzu wohl mit das beste Mittel.

www.sifa-schweiz.ch