Vorausgesetzt, der Souverän hängt einmal mehr am Gängelband von Bundesrat und der Wirtschaftslobby und lässt sich wirklich verführen, was da von Bern in die Schweiz hinausposaunt wird, dann ist der Stimmbürger wahrhaftig nicht mehr fähig selbständig zu entscheiden und verantwortungsvoll zu handeln. Wenn man als Auslandschweizer die Schweiz bereist, im Unterschied zu früher, fallen besonders auf: Die fehlende Grenzkontrolle, verstopfte Strassen und Züge, überforderte Städte und Agglomerationen, die im Verkehr ersticken und zubetoniertes Kulturland etc.

Letzten Sommer knackte die Einwohnerzahl der Schweiz die Acht-Millionen-Marke – davon 23,3 Prozent Ausländer – das ist für die kleine Schweiz nicht mehr zu bewältigen. In der Schweiz wird es eng, sogar hauteng! Umso pikanter ist es, dass die EU für ihre Unionsbürger ein faktisches Niederlassungsrecht in der Schweiz samt Zugang zu unseren Sozialwerken anstrebt.

Die Schweiz ist im Würgegriff der heutigen Form der Personenfreizügigkeit. Dringende Korrekturen sind unumgänglich! Entgegen Drohrufen aus Bern wird die EU die Abkommen nie kündigen, denn jeder der 28 EU-Staaten müsste für sich allein kündigen, was nie geschehen wird. Besonders erst recht nicht, nachdem die EU abermals deutlich machte, dass sie neue Kohäsionszahlungen für die EU-Oststaaten von der Schweiz wünsche! Zudem ist die Schweiz ein zu wichtiger Kunde der Europäischen Union.

Seit Inkrafttreten der Bilateralen am 1. Juni 2002, habe «keine Masseneinwanderung stattgefunden» verbreitet der Arbeitgeberverband. Auch die Economiesuisse verschliesst gleichzeitig partout die Augen vor den gravierenden Folgen für unser Land. Ich bin überzeugt, dass die Schweiz gar nicht auf so viele Ausländer angewiesen ist, wie die Wirtschaftsverbände und Manager behaupten. In der Schweiz gibt es genügend gut ausgebildete Fachkräfte, die arbeitslos sind. Die Unternehmen sind bei der Rekrutierung von Arbeitskräften sehr verantwortungslos. Die Firmen sind nur an Umsatz- u. Gewinnmaximierung interessiert. Die kümmern sich keinen Deut, wie hoch die Arbeitslosigkeit in der Schweiz ist und wie viel Schaden dem Land zugefügt wird. Sie wollen einfach die besten Angestellten zu billigen Preisen.

– Realität, Winterthur, 26.11.2013: Der russische Grossaktionär Viktor Vekselberg, der den Industriekonzern Sulzer in Winterthur beherrscht, hat in Folge von Restrukturierungsmassnahmen erheblichen Stellenabbau verfügt.

Sulzer-CEO Klaus Stahlmann, Deutscher, hat laut Insider vor allem altgedienten Schweizer Mitarbeiter die Kündigung ausgesprochen. Zitat: «Junge Fachleute die in den letzten Monaten aus Deutschland angeworben wurden, die jung, willig und hungrig sind können an Bord bleiben».

Das Volk wird am 9. Februar 2014 zur Volksinitiative «gegen Masseneinwanderung» entscheiden und die Verantwortung übernehmen. Ich bin überzeugt, die Nachteile bei Annahme der Initiative sind wesentlich kleiner als die enormen Nachteile die wir jetzt schon haben. Ich werde ein klares Ja gegen die masslose Zuwanderung in die Urne legen.

Viktor Nell,
Präsident SVP Landessektion Spanien

 

14.01.2014 | 861 Aufrufe