Die Amokläufe von Dunblane (1996), Erfurt (2002), Winnenden (2009), Utoya (2011), Newtown (2012) usw. haben rein gar nichts mit der Häufigkeit, bzw. mit der leichten Greifbarkeit von Schusswaffen zu tun. Abgesehen davon, dass Kriminelle weltweit und in der Schweiz jederzeit zu Schusswaffen kommen, sind die Ursachen für derlei tragische Ereignisse unendlich viel komplexer.

Kein noch so scharfes Waffengesetz, ja nicht einmal ein totales Waffenverbot (wie es in etwa im heutigen China gilt) vermag solche irrationalen Taten zu verhindern. Ich bin immer wieder erstaunt und erschüttert, dass sogar der Zürcher Universitätsprofessor Killias seit Jahren dermassen abstruse und wissenschaftlich unhaltbare Thesen verbreitet.

Ärgerlich auch, dass Heerscharen von Politikern und Medienleuten dessen falsche Behauptungen unkritisch nachbeten. Die NLZ schreibt zur blutigen Tag im Wallis u.a. was folgt: «Der Täter ist IV-Bezüger, steht unter Vormundschaft und geht keiner geregelten Arbeit nach. Er war bisher wegen Konsums von Marihuana aktenkundig…» Das allein sagt schon genug!

Selbst wenn es in der Schweiz keinen einzigen Karabiner und keine einzige Jagdwaffe mehr gäbe, ist eine so tragische Bluttat nie hundertprozentig zu verhindern. Die einzige Folge eines totalen Waffenverbots wäre die totale Waffenfreiheit für schwer (schwerkranke) Kriminelle! Ob wir das wollen?

Hermann Suter,
Greppen (LU)

16.01.2013 | 2278 Aufrufe