Nicht selten werden wir mit Forderungen und Kritik aus dem Ausland konfrontiert. Gemessen wird dabei mit verschiedenen Ellen. Für unseren Finanzplatz zu unserem Nachteil, für die Finanzplätze unserer Konkurrenten hingegen zu deren Vorteil.

Unser Finanzplatz hat zwar kürzlich die Prüfung durch das Global Forum bestanden. Die Formulierung des entsprechenden Berichts lässt aber keine Zweifel offen, dass weitergehende Forderungen folgen werden, weil unsere Regierung bekanntlich gehorsam übernimmt, was ihr aus dem Ausland diktiert wird. Zudem befinden sich in unserem Staatsapparat Leute (böse Zungen sprechen von Linkspopulisten), die zwar von unseren Steuergeldern recht gut leben, aber im Grunde genommen die Interessen unserer Gegner vertreten.

Eine Lösung der Kontoverse wäre denkbar einfach: Schweizer Banken übernehmen die Geschäftsbedingungen der Banken eines unangefochtenen Steuerparadieses wie beispielsweise des US-Staates Delaware. Im Fall von unterschiedlichen Auffassungen teilt man den Kritikern kurz und bündig mit, sie sollen die Angelegenheit im Dialog mit den US-Behörden klären, denn die seien nun für die Geschäftsbedingungen unserer Banken zuständig.

Otto Weiersmüller, Uetikon

17.08.2016 | 1417 Aufrufe