Bei seiner Einführung wurde der Euro als stabile Währung gefeiert. Jedes Land, das die Schuldengrenze überschreitet – so die EU –, müsse mit Bussen in Milliardenhöhe rechnen. Wie schnell sich die Zeiten ändern! Griechenland wird anscheinend mit einem teilweisen Schuldenerlass belohnt, anstatt gebüsst. Und selbst die EU spricht heutzutage von einer Eurokrise.

Auch vom vielgepriesenen gemeinsamen Wohlstand ist wenig zu sehen, umso mehr von einer gemeinsamen Schuldenwirtschaft. Zudem ist der aufgeblähte EU-Beamtenapparat alles andere als eine Elite. Viele ihrer Mitglieder haben noch nie etwas Richtiges gearbeitet, wurden aus ihren Herkunftsländern weggelobt und/oder der fetten Pfründe wegen nach Brüssel geschickt. Die Folge sind viele so überflüssige wie realitätsfremde Gesetze (welche mitunter nicht einmal die EU selbst einhält) und eine für die Volkswirtschaften schädliche Überregulierung.

Trotzdem stellt die EU – untermauert mit unterschwelligen Drohungen – laufend Forderungen an die Schweiz. So sollen wir automatisch EU-Recht übernehmen und uns EU-Gerichten unterwerfen. Im Klartext: Die EU, die wahrlich genug eigene Probleme hat, würde die Geschicke unseres Landes massgeblich beeinflussen. Schliesslich fordern wir von der EU auch keine Übernahme von Schweizer Recht. Angesichts der Schuldenmisere werden aus der EU einmal mehr finanzielle Forderungen auf uns zukommen. Die richtige Reaktion wäre – statt zu zahlen – den EU-Ländern einen klugen Ratschlag betreffend einen von ihr bislang offenbar unbeachteten Sachverhalt zu geben: Nicht mehr auszugeben als eingenommen wird!

Otto Weiersmüller,
Uetikon am See ZH

 

22.11.2011 | 1163 Aufrufe