Bei vielen wichtigen Anlässen tritt der wiedergewählte amerikanische Präsident Barack Obama mit seiner Frau und beiden Töchtern auf. Damit will er wahrscheinlich betonen, wie wichtig ihm seine Familie ist. Sehr gut.

Jetzt ist Obama aber daran, seine Wahlversprechen einzulösen: Eines davon ist die Homo-Ehe. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sollen den Ehen mit Frau und Mann gleichgestellt werden. Sinn einer Ehe ist es jedoch, Kinder zu zeugen und diese liebevoll und gesellschaftsfähig zu erziehen. Kinder sollen in einer Familie in Gewissheit erfahren, in einem verlässlichen Zuhause aufwachsen zu können. Bereits ist auch der französische Präsident François Holland – gemäss seinem Wahlversprechen – daran, den homosexuellen Paaren die Ehe und das Adoptionsrecht zuzugestehen. Wie Kinder in – meines Erachtens – fraglichen Beziehungen aufwachsen, scheint unwichtig zu sein. Ich bin überzeugt: Kinder brauchen Vater und Mutter, um in einer sicheren Gemeinschaft leben zu können. Die französischen Bischöfe bezeichnen es als Schwindel, wenn in der Homoehe die biologische Unterscheidung nach sexuellem Geschlecht geleugnet wird.

Eine weitere Forderung steht bereits im Raum: Die Begriffe Mutter und Vater sollen wegfallen, damit Kinder von gleichgeschlechtlichen Eltern nicht diskreminiert werden. Künftig soll es heissen: Elter 1 und Elter 2. In London und in schwedischen Kindergärten wurden die Worte „Mutter“ und „Vater“ bereits durch geschlechtsneutrale Ausdrücke ersetzt.

Der Familienbegriff ist ins Wanken geraten. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler, Gerhard Schröder, sagte einst: „Familie ist, wo sich alle aus dem gleichen Kühlschrank ernähren.“ Also Erwachsene und Kinder – vielleicht auch Hund und Katze?

Wenn unser Volk durch vage Umerziehungsprogramme verändert werden soll, dürfte die freiheitliche Gesellschaft Schaden leiden. Die Auswirkungen sind bereits absehbar. Dürfen wir unser Gesetze dem eben herrschenden Zeitgeist anpassen?

Erwin auf der Maur,
Beringen SH

22.01.2013 | 2280 Aufrufe