Zu Bern regiert ein Stadtpräsident. Er liebt die Reitschule – jenen verdreckten, verluderten, verschmierten Gebäudekomplex, der jeden Touristen, der per Bahn den Bahnhof Bern erreicht und eigentlich eine schöne Schweiz erleben möchte, ungläubig staunen lässt: Was, solche Sauerei lassen sich die Schweizer bieten? Und unwillkürlich presst er Geldbeutel und andere Wertsachen enger an sich, sich sofort versichernd: Lange Bleibe suche ich hier gewiss nicht …

Kommentar "Spalte rechts"

Berns Stadtpräsident ist Alexander Tschäppät. Nach dem jüngsten, gezielt gegen die «zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung» aufgebotenen Polizisten inszenierten, gewalttätigen, massiven Schaden anrichtenden Saubannerzug seiner Reitschule-Schützlinge trat Larifari-Tschäppät wieder einmal vor die Medien. Er sei «enttäuscht», wusste der Chaotenfreund – vielleicht sogar einmal nüchtern – daherzuschwadronieren. Seine Anstrengungen, zu einem «Vertrag» mit den «Trägern der Reitschule-Kultur» zu gelangen, hätten einen «Rückschlag» erfahren. Er kann folglich der Reitschule-Saubande vorläufig nicht auch noch Geld – Steuer-gelder – in ihre aufgerissenen Mäuler stopfen.

Wie lange muss sich die Öffentlichkeit diese Figur eigentlich noch gefallen lassen? Wann wird er endlich – ganz formell – haftbar gemacht für all die immensen Schäden, deren Verursachern er der wertvollste Komplize ist?

Wissen die Berner Öffentlichkeit und Berner Parlament, dass sich zu Bern, wenn sich gewaltbereite Krawallmacher spontan zum – vorerst selbstverständlich unbewilligten – Saubannerzug formieren, Bewilligungen manchmal noch fünf Minuten vor Beginn der Zerstörungsorgie von höchster Stelle im Eilverfahren gesprochen werden? Damit die bereitstehende Polizei nicht eingreifen darf – sich vielmehr bespucken und mit Steinen bewerfen lassen muss. Damit die Anführer-Bande jeglicher Haftung für die voraussehbaren Schäden enthoben werden: Sobald eine Bewilligung da ist, zahlt der Steuerzahler.

Für solche Zerstörungs-Komplizenschaft ist Larifari-Tschäppät direkt verantwortlich. Wer – er muss, auf dass er klageberechtigt ist, gemäss Gesetz Geschädigter angerichteter Zerstörung sein – führt endlich Klage gegen diesen Chaoten-Freund? Oder regiert zu Bern bereits jene Resignation, der gewiss ist, dass Berns Kuscheljustiz auch Larifari-Tschäppät von zahlungspflichtiger Schuld am angerichteten Schaden freisprechen würde?

von Ulrich Schlüer