Am 8. Februar 2009 hat das Schweizervolk die Personenfreizügigkeit mit der EU auf unbestimmte Zeit verlängert und damit – zusammen mit dem Assoziierungsvertrag zum Schengen-Abkommen – die Chance, die Einwanderungspolitik selbst zu bestimmen, aufgegeben und nach Brüssel delegiert.

Ein massvolles Bevölkerungswachstum ist lebenswichtig für jedes Volk, auch für die Schweiz. Die starke Bevölkerungszunahme in unserem Land ist jedoch nahezu ausnahmslos der Zuwanderung geschuldet und der Geburtenüberschuss wird grösstenteils von ausländischen Frauen verursacht, während wir Schweizer, «dank» der Fristenlösung unter die Grenze des Generationserhalts sinken.

Unsere Wirtschaft ist in den letzten dreissig Jahren auf der Basis importierter Arbeitskräfte enorm gewachsen. Diese wirtschaftliche Entwicklung hat der Schweiz allerdings nicht nur Vorteile, wie Wohlstand oder ein gutes soziales Netz gebracht. Es hat auch seinen Preis.

Das Bundesamt für Migration hat kürzlich die neuste Ausländerstatistik (Stand Ende April 2012) publiziert. Daraus lässt sich entnehmen, dass die Einwanderungszahlen erneut massiv angestiegen sind; in den letzten zwölf Monaten sind fast 80‘000 Personen mehr in unser Land ein- und ausgewandert. Dieser Wert entspricht der Einwohnerzahl der Stadt Luzern.

Nahezu 87 Prozent der Einwanderungen sind direkt auf die Personenfreizügigkeit mit der EU zurückzuführen. Die höchste Zuwachsrate ist aus den osteuropäischen EU-Staaten zu verzeichnen. Eine derart ungebremste Zuwanderung bedeutet Wohnraum-, Infrastruktur- und Ressourcen-Knappheit, überlastete Sozialwerke, steigende Mieten, Kulturlandverlust, sinkende Löhne etc.

Überdies bürgert die Schweiz in fragwürdig grossem Stil Ausländer ein. Allein in den letzten zehn Jahren haben 405‘933 Personen einen Schweizerpass erhalten! Sie verschwinden damit aus der Ausländerstatistik und erhöhen gleichzeitig die statistische Zahl der Schweizerbevölkerung. Diese «Vollgas-Einwanderungspolitik» hat zu einem Ausländeranteil von 22,3 Prozent geführt. Nicht eingerechnet sind die 258‘411 Grenzgänger, Kurzaufenthalter, Asylanten sowie Schätzungen zufolge über 300‘000 Illegalen, welche sich hierzulande aufhalten.

Es ist absehbar, dass sich die Schweizer in nicht allzu ferner Zukunft selbst in die Minderheit versetzen. Eine sofortige, ernsthafte Korrektur der politischen Weichenstellung in Sachen Zuwanderung und Einbürgerung tut dringend Not, wollen wir als Schweizervolk uns nicht selber ausrotten.

Viktor Nell,
Ampolla, Spanien

16.08.2012 | 1395 Aufrufe