Folgen angeblich nicht stattfindender Einwanderung

"Spalte rechts"
Kommentar des Chefredaktors

Die Schweiz erstickt im Verkehr. Täglich werden die Staus länger – am Vormittag, am Nachmittag, am Abend. Das sei, räumen selbst die Funktionäre der staatlichen Statistik ein, zwar nachweisbar wahr. Aber mit den achtzigtausend Jahr für Jahr in die Schweiz einwandernden Menschen habe der sich abzeichnende Verkehrskollaps nichts zu tun. Auch die täglich drückender überfüllten S-Bahn-Züge hätten, sagen uns die Statistiker, nichts mit der Masseneinwanderung zu tun. Als gingen Einwanderer allesamt nur zu Fuss. Und auch die steigenden Mietzinse, Zeugnis des völlig ausgetrockneten Wohnungsmarktes, hätten rein gar nichts mit Einwanderung zu tun – als lebten all die Zehntausende von Einwanderern ausnahmslos in Höhlen.

Die drastisch anwachsende Kriminalität, der zunehmende Sozialmissbrauch: Nein! Auch dies habe mit Ausländern nichts zu tun. Da seien zwar verabscheuungswürdige «Täter» am Werk. Aber der Datenschutz verbiete die Nennung ihrer Herkunft. Wer da an Ausländer denke, mache sich der Fehlinterpretation von Statistiken schuldig. Sagt Bundesbern.

Auch die Funktionäre der Arbeitgeber lamentieren: Könnten nicht Ausländer rekrutiert werden, würde unsere Wirtschaft stillestehen. So, als entspräche es einem Naturgesetz, Zehntausende hereinlassen zu müssen, wenn man einige tausend davon beschäftigen will. Als könnte man Arbeitswillige von Ausbeutern des Sozialstaates nicht unterscheiden.

Es gäbe dazu ein Rezept. Es hat seine Bewährungsprobe – in den USA – längst bestanden: Wer in die USA einwandert, muss sich verpflichten, während seiner ersten zehn USA-Jahre auf jegliche Sozialhilfe zu verzichten. Ohne solchen Verzicht bekäme er keine Niederlassung.

Ergebnis: Die Einwanderer in die USA sind leistungsbereit, wollen Karriere machen. Sie stärken die Volkswirtschaft, beuten nicht Sozialwerke aus.

Im Gegensatz dazu bleiben den europäischen Staaten, auch der Schweiz jene Einwanderer, von denen allzuviele bloss die Sozialwerke ausbeuten wollen – ohne jede Arbeitsleistung!

Es wäre nicht zuletzt Aufgabe «der Wirtschaft», anstelle pauschalen, eigentlich läppischen Lamentierens endlich energisch die Übernahme des «Systems USA» zu verlangen. Damit würden die Bedürfnisse der Wirtschaft erfüllt, der Sozialmissbrauch rigoros unterbunden, die Kriminalität massiv eingedämmt. Und niemand müsste mehr das Ersticken befürchten.

Ulrich Schlüer

12.04.2013 | 1467 Aufrufe