Die etablierten Parteien in unserm Land halten sich eine Nachwuchsabteilung, in der junge Mitglieder zusammenfinden und öfters die gesetzteren Parteioberen und –soldaten mit Vorschlägen und Ideen herausfordern, die oft leider nicht alle realisiert werden können. Das wäre dann die z.B. die Jungfreisinnigen, die Junge SVP oder die junge CVP. Bei den Jusos gilt diese Regel nicht. Einerseits sind sie nicht die jungen Sozialdemokraten sondern Jungsozialisten und überdies setzen sie alles daran, dass die Genossen dann hinter ihnen «spuren».

Solche Statisten treten dann plötzlich aus den Kulissen und übernehmen Sprechrollen. Damit erreichen Sie die Deutungshoheit der SP. Nicht selten wird dann die gesamte SPS am Nasenring durch die Arena geführt und die Genossen rufen dazu unisono Olé.

So geschehen, an der Parolenfassung der SPS zur 1:12-Initiative. Die Medien feierten: Endlich kommt etwas Leben in die Sülze. Selbst die SP-Kapellmeister sind nicht mehr in der Lage die unrealistischen Hirngespinste ihrer Jungspunds unter Kontrolle zu bringen. Dass sie aber am Rande des Vulkans tanzen, realisiert der eigene Bundesrat, der dann ratlos unter der Kuppel steht und in die Bredouille kommt , weil er jetzt nicht weiss, wie er die AHV in die Zukunft führen will. Nicht zur Überraschung käme dann, wenn er zum fiskalischen Halali blasen würde, natürlich zu Lasten des Mittelstandes der Unternehmer und Gewerbler.

Die 1:12-Initiative ist allein auf dem Neidfaktor aufgebaut, mit dem die Jusos kalkulieren. Dieser Neid hört erst auf, wenn um die Besetzung der hochdotierten Stellen in der Sozialindustrie geht. Dort wird dann der Kampf hart an den Realitäten vorbei geführt, was in der Entsolidarisierung mündet. Dies aber bringt unsere funktionierende Gesellschaft und Wirtschaft an den Rand des Abgrundes. Dort wo der nächste Schritt dann gut überlegt sein wird. Man merke sich: Wer schweigt, signalisiert Zustimmung. Darum werden wir zur 1:12-Initiative Nein stimmen!

Rudolf Balsiger,
Oberwil bei Zug

26.08.2013 | 1226 Aufrufe