Die Grünen und die Masseneinwanderung

Ahnungslose Besserwisser prägen die Klimadiskussion. Der Behauptung der Grünen, wonach Ressourcen- und Energie-Verschleuderung die Klima-Erwärmung verursache, mag überzeugend wirken. Wer die Hauptursache der Ressourcen-Verschleuderung indessen verschweigt, entlarvt sich selbst als unglaubwürdig.

Kommentar vom 18. April 2019

von Ulrich Schlüer, Verlagsleiter «Schweizerzeit»

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Wenn – wie die selbsternannten «Experten» behaupten – Klima-Erwärmung tatsächlich vom Menschen verursacht wird, dann kann der unmittelbare Zusammenhang zwischen der Anzahl in einem bestimmten Gebiet ansässiger Personen und den im gleichen Gebiet vorhandenen natürlichen Ressourcen nicht ausgeklammert werden.

 

Woraus resultiert Ressourcen-Verschleiss?

Relativ einfach ist es, die Anzahl der Bewohner in einem bestimmten Gebiet allenfalls gar massiv zu verändern. Ressourcen vermehren sich indessen nicht, wenn sich in einem Gebiet die Menschen deutlich vermehren.

Mit anderen Worten: Ressourcen-Verschleiss und Einwanderungspolitik stehen in engem Zusammenhang.

In der Schweiz hat sich die Zahl der Bewohner in den vergangenen Jahren massiv vergrössert. Dies keineswegs aufgrund ausserordentlichen Kinderreichtums schweizerischer Familien. Wohl aber als Folge keinerlei Begrenzung akzeptierender Einwanderungspolitik, welche politische Mehrheiten – entgegen dem Willen des Souveräns – hierzulande durchgesetzt haben.

 

Die Grünen fördern Einwanderungs-Exzesse

Ausgerechnet die Grünen, selbsternannte Fürsprecher gesunder Umwelt und erträglichen Klimas, blenden den offensichtlichen Zusammenhang zwischen Bevölkerungsdichte und Ressourcen-Verschleiss stur aus. Sie geben sich klar als lautstarke Befürworter nahezu unbegrenzter Einwanderung – während der Schweizer Souverän an der Abstimmungsurne bereits am 9. Februar 2014, also vor fünf Jahren der Masseneinwanderung eine klare Absage erteilt hat. 

Die Grünen, angebliche Fürsprecher gesunder Umwelt, sind in Wahrheit Hauptschuldige an der Nichtumsetzung des ergangenen Volksentscheids gegen die Masseneiwanderung. Ein Vorgehen, das die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger nach allen Regeln widerwärtigster politischer Ranküne betrügt. Damit werden die Grünen aber auch die Hauptschuldigen am hierzulande stattfindenden Ressourcen-Verschleiss, der, wie sie selbst zu behaupten pflegen, die «menschenverursachte Klimaveränderung» auslöse.

 

Beängstigende Zahlen

Seit Einführung der Personenfreizügigkeit vor nunmehr zwölf Jahren erlebte die Schweiz eine Zuwanderung von rund 800'000 Personen.

Gemäss den allseits anerkannten Erhebungen des Statistischen Amtes beansprucht jeder in der Schweiz lebende Mensch – ob sich hierzulande nur fünf oder aber acht Millionen aufhalten – im Durchschnitt täglich hundertsechzig Liter Wasser. Die 800'000 Zugewanderten verbrauchen demnach hier in der Schweiz Jahr für Jahr rund 47 Milliarden (genauer: 46'720'000'000) Liter Wasser. Es gibt Bauern, die – nach dem so prächtigen Sommer 2018 – Klage führen über erlebten Wassermangel. Im gleichen Jahr liess die Schweiz freilich zu, dass trotz der vom Volk abgelehnten Masseneinwanderung 47 Milliarden Liter Wasser durch Einwanderer verbraucht wurden. Diese 47 Milliarden Liter Wasser mussten – unter erheblichem Aufwand an Energie – den Verbrauchern in tadellosem Zustand zugeführt werden. Anschliessend mussten sie – wiederum unter mehr als nur erheblichem Energieaufwand – wieder gereinigt werden Ein Ressourcen verschleudernder Vorgang, zu dem den Grünen – bigotte Befürworter der Masseneinwanderung – nichts mehr als beharrliches Schweigen einfällt.

 

Ansprüche

800'000 in den letzten zwölf Jahren Eingewanderte wohnen hier, nutzen hier Strassen, nutzen unsere Eisenbahnen, verlangen für ihre Kinder eine gute Ausbildung in modernen Schulhäusern und vieles andere mehr. Intensiv frequentieren viele von ihnen unsere Gesundheits-Einrichtungen, insbesondere unsere Spitäler, wo jeder, der sich je dort aufhält, feststellt, dass zunehmend Ausländer andere Ausländer betreuen und pflegen.

Die Zahlen zu solcher Nutzung und Übernutzung sind beeindruckend: Die 800'000 Zuwanderer der letzten zwölf Jahre belasten das Schweizer Strassennetz mit zusätzlich 435'000 Fahrzeugen. Die allmorgendlichen und allabendlichen Staus rund um unsere Städte und zunehmend überall im Land lassen ebenso grüssen wie der massive zusätzliche Treibstoffverbrauch für diese 435'000 Fahrzeuge.

Gemäss Statistischem Amt legen 800'000 Menschen jährlich im Durchschnitt 2.03 Milliarden (2’030’000'000) Kilometer per Bahn und 8,845 Milliarden (8'845'000'000) Kilometer auf Strassen zurück. Sie benötigen 5,8 Millionen Kilowattstunden Strom – soviel wie zwei Kernkraftwerke des Typs Mühleberg oder 2'000 Windanlagen jährlich produzieren. Für die Grünen kein Thema!

 

«Verdichtetes» Wohnen

Sog. Hühnerbatterien sind in unserem Land seit einigen Jahren verboten. Den Hühnern ist Freilauf gesetzlich gesichert. Der Mensch aber wird vermehrt in «verdichtete Siedlungen» gesteckt. Bauverordnungen, die früher menschenfreundliches Wohnen zu gewährleisten hatten, werden fast über Nacht so geändert, dass Wohnungen im Parterre und im ersten Geschoss ganzjährig und ganztägig künstliche Beleuchtung benötigen. Weil die Sonnenstrahlen angesichts der Verdichtung verlangenden Bauordnungen solche Wohnungen gar nie erreichen. Welch grossartiger Fortschritt!

Ob die Grünen denen, die in solche Wohnungen gepfercht werden, Auslauf an Wochenenden oder in den Ferien noch zu gestatten bereit sind? Auslauf in Landschaften, die aufatmen lassen, vielleicht aber auch an ferne Sandstrände, wo sich zur Verdichtung Gezwungene vom Hühnerbatterie-Dasein zu erholen hoffen. Umwelt- und menschengerechtes Wohnen: Für sture Grüne kein Thema.

 

Es geht um Macht

Dass die Grünen nach noch mehr Masseneinwanderung rufen, hat durchaus Methode: Für stärkere Umweltübernutzung verlangen sie höhere Abgaben und höhere Gebühren. In Regierungen sitzend, erwarten sie von mehr Autofahrern mehr «Chlotz» in die ihnen zur Verfügung stehenden öffentlichen Kassen. Gleiches versprechen die apodiktisch geforderte Benzinpreis-Erhöhung, die Heizöl-Verteuerung, aber auch Zuschläge aus Fahrten in überfüllten Zügen sowie wegen benötigter Mehr-Energie. Sparen ist denen, welche die Gebühren einstecken, kein Anliegen. Es lockt sie viel stärker die Erwartung vermehrter Abzock-Möglichkeiten. Denn das Geld, das sich aus den Gepferchten herauspressen lässt, sichert Macht.

Darum, allein darum geht es den Grünen, die weiter für Masseneinwanderung einstehen. Wer Beachtung von Grenzen verlangt, wer Grenzen vor Massenandrang schützen will, den stellen die Grünen skrupellos in den Dunstkreis des Rassismus. Schliesslich wissen die Grünen genau: Auf die Medienschaffenden in ihrem Umkreis ist Verlass. Diese decken bereitwillig den Mantel des Schweigens über die offensichtliche Bigotterie der Grünen.

Dass ein angeblich um Umwelt und Klima Besorgter, der die Folgen der Masseneinwanderung übersieht und verleugnet, ein politischer Falschmünzer, ja ein politischer Scharlatan ist, diese Tatsache werden durchschnittliche Schweizer Medienschaffende auf links-grünen Redaktionen nie ansprechen – neuerdings nicht einmal mehr jene auf der NZZ-Redaktion.

 

Ulrich Schlüer

18.04.2019 | 2063 Aufrufe