Seit einigen Jahren stellen Eltern und Lehrmeister sinkenden Bildungsstand der Schulabgänger, insbesondere in der deutschen Sprache fest.

Dieser Trend wird sich fortsetzen, wenn schon Unter- und Mittelstufenschulkinder gemäss Lehrplan 21 ausschliesslich am Computer «selbstorganisiert lernen» müssen, da damit die für den Lernerfolg enorm wichtige Lehrperson-/Schülerbeziehung auf der Strecke bleibt.

Ein wichtiger Schritt zum Sprechen der Standardsprache ist das laut Lesen in Gruppen. Mit auswendig gelernten Texten werden korrekte Formulierungen und das Gedächtnis trainiert. Bereits in der Grundschule sollen kleine Aufsätze und Diktate von der Lehrperson korrigiert und vom Kind einige Male richtig abgeschrieben werden, da sich sonst die falsch geschriebenen Wörter im Gehirn einprägen.

Mit den aufgegleisten Reformen werden die Ergebnisse kommender Pisa-Vergleichstests künftig noch schlechter ausfallen. Die Leidtragenden werden unsere Kinder sein.

Sabina Geissbühler-Strupler, Herrenschwanden BE

15.12.2016 | 11110 Aufrufe