Wer eine Pilgerreise antritt, tut dies entweder um für ein grosses Ereignis zu danken oder um Rat zu erbitten. Unsere lieben Bundesräte hingegen pilgern nach Brüssel, um zu erklären und sich zu entschuldigen. Das stösst manchem Schweizer sauer auf, denn wer sich entschuldigen muss, hat für gewöhnlich etwas falsch gemacht. Wer Rechenschaft ablegt, steht unter Zwang.

Wir sind weder EU-Beitrittskandidat, noch sind wir der EU Rechenschaft schuldig. Auch sind wir kein Protektorat der EU, lediglich ein Handelspartner.

Unsere Direkte Demokratie und die Schweizer Geschichte sind Erklärung genug. Wir sind Bürgerinnen und Bürger in einem Land, in welchem die Freiheit während Jahrhunderten verteidigt und gesichert werden musste.

Zur Freiheit sagte Albert Schweitzer einst:

«Materielle und geistige Freiheit gehören zusammen. Die Kultur setzt Freiheit voraus. Nur von diesen kann sie gedacht und verwirklicht werden. Bei dem modernen Menschen aber ist sowohl die Freiheit als auch die Denkfähigkeit herabgesetzt. Geistige Freiheit werden wir erst wieder erlangen, wenn die vielen Einzelnen aufs Neue geistig selbständig geworden sind.»

 Sicher ist die EU freiheitlich organisiert. Aber die einzelnen Staaten haben wenig bis gar nichts zu sagen. Der EU ist mehr am Kollektivieren als am Fördern materieller und geistiger Freiheit gelegen. So kann sich nie eine europäische Kultur entwickeln.

Es ist längst bewiesen: Zu viel sozialistisches Gedankengut bedeutet so viel wie unablässiger Niedergang. Grund genug, dass wir uns nicht in ein sozialistisch gesteuertes Kollektiv einbinden lassen!

Max Matt,
Altstätten SG

10.05.2012 | 1362 Aufrufe